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Die große Zeit der Ersten

Saison 2019/20

Mannschaften

Der SV Wesel startet wie im vergangenen Jahr mit drei Teams in die Saison.

Die NSV-Ausschreibung wurde am 27.8. veröffentlicht.

 

Anmerkung zur neuen Bedenkzeitregelung auf Verbandsebene:

Die Einführung des Fischermodus war seit vielen Jahren überfällig. Schön das es endlich geklappt hat!

Damit ist nun der häufigste Grund für Protestfälle, "Fehler beim Mitschreiben in Zeitnot", endlich vom Tisch, und es kann auch niemand mehr in toten Remisstellungen über die Zeit gehoben werden.

Es gilt die auch in der Bundesliga übliche Zeitvorgabe, für die es auf den gängigen Schachuhren leider keine Standardeinstellung gibt:

Die Einstellung der Uhren ist etwas knifflig. Hier sind Anleitungen für die gängigsten Modelle:

(td, 11.09.2019)

Zum aktuellen Bericht aus der Regionalliga Bezirksliga Viererpokal

Regionalliga Niederrhein

15.03.20 10:00 Uhr (Runde 7): SV Wesel - Ratinger SK II

Am 15. März geht es weiter mit einem Heimspiel gegen Ratingen.

09.02.20 10:00 Uhr (Runde 6): Elberfelder SG II - SV Wesel 4:4

Das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten in Elberfeld wollten wir eigentlich gewinnen. Dann gab es im Vorfeld des Kampfes mehrere Absagen und wir mussten mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft antreten. Papiermäßig waren wir sogar Außenseiter.

Aber gerade die Ersatzspieler schlugen sich gut. Alex brachte uns bereits nach 1 1/2 Stunden in Führung, Oskar und ich konnten kurz darauf später remisieren. Zu diesem Zeitpunkt hatte Dieter mit einem Turmopfer auf e6 einen Bauern gewonnen und Uli nach einem taktischen Geplänkel zwei Bauern verloren. An den übrigen Brettern stand es halbwegs ausgeglichen.

Im weiteren Verlauf nutzte Ulis Gegner seinen Vorteil gekonnt aus und glich zum 2:2 aus. Dieter hatte derweil seine Königsflügelbauern geopfert, um seinen a-Bauern durchzubringen. Der Plan gelang und kurz vor der ersten Zeitkontrolle gingen wir mit 3:2 in Führung.

In den drei noch laufenden Partien stand Christian mit 2 Bauern für eine Figur auf Verlust, Manuel mit einer Qualität mehr recht aussichtsreich und Ingo in einem Damenendspiel wahrscheinlich auf remis. Bei Christian war die Lage bald aussichtlos und wir mussten erneut den Ausgleich hinnehmen. Manuel sorgte mit einem schönen Sieg nach langem und komplizierten Kampf für Hoffnung. Alles hing an Ingo, der sein ausgeglichenes Damenendspiel nur noch zum Remis führen musste.

Diese Aufgabe erwies sich als gar nicht so einfach. Der Gegner manövrierte geduldig, Ingo spielte etwas zu passiv und ließ sich nach und nach zurückdrängen. Irgendwann war es dann passiert. Der gegnerische König drang in Ingos Stellung ein, eroberte den a-Bauern und wenige Züge später war die Partie verloren.

Das 4:4 ist zwar nicht optimal, aber noch haben wir alle Chancen auf Platz 5, der sicher für den Klassenerhalt reicht. Ohne unsere starken Ersatzspieler hätten wir heute ganz alt ausgesehen. Manuel und Alex hatten mit ihren Siegen einen wesentlichen Anteil am Unentschieden.

19.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel - SF Düsseldorf-Süd 3,5:4,5

Die Erste lieferte dem Tabellenführer aus Düsseldorf einen großen Kampf und musste sich nur knapp geschlagen geben.

Wir starteten sehr konzentriert und konnten in den ersten beiden Stunden den Kampf offen gestalten. Uli und Christoph konnten früh mit Schwarz ausgleichen und remisierten ebenso sicher wie Oskar. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Partien an Brett 1 und 3 sehr scharf. Dieter hatte dabei einen Königsangriff auszuhalten. Sein Gegner verfügte über einen guten Springer gegen einen schlechten königsindischen Läufer. Jan sah sich unangenehmen Opferdrohungen auf e6 gegenüber, sein Gegner verkehrte jedoch in erheblicher Zeitnot. Ich stand derweil positionell klar besser, Niklas verteidigte ein schlechteres Endspiel und Ingo stand unter Druck, hatte jedoch Gegenspiel. Alles in allem sah es nicht gut aus für uns.

Jan wurde bald auskombiniert, aber Niklas hatte Glück. Sein Gegner wickelte fehlerhaft ab und auf einmal war es Niklas, der die Partie gewann. 2,5:2,5.

Dieter stand inzwischen auf Verlust, Ingo unklar und ich hatte ein Endspiel mit gutem gegen schlechten Läufer. Es wurde spannend.

Dieters Gegner fand einen eleganten Gewinn. Er opferte einen Turm und behielt zwei Freibauern übrig, von denen einer zur Dame ging. Ingo hatte inzwischen eine Qualität abgegeben, dafür aber eine gewisse Kompensation in Form eines gefährlichen Freibauern. Sein Gegner hatte jedenfalls nicht den Mut, die Stellung auf Gewinn zu spielen und nahm ein Remisangebot an.

Es lag also an mir, aber ich schaffte es leider nicht. Die Computeranalyse zeigt, dass mein Gegner im 47. Zug fehlgriff und mir eine Gewinnchance gab. Ich rechnete aber nicht gut genug und verpasste die richtige Fortsetzung. Danach baute mein Gegner eine Festung auf, die nicht mehr zu knacken war. Ich versuchte es bis zum Schluss, aber schließlich musste ich ins Remis einwilligen und wir hatten verloren.

Es war dennoch ein guter Kampf. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.

(td)

08.12.19 10:00 Uhr (Runde 4): SF Moers - SV Wesel 2,5:5,5

Beim Gastspiel in Moers konnten wir zum ersten Mal unseren Neuzugang Luuk de Ruijter einsetzen. Eine echte Verstärkung!

Luuk und Christoph standen bald recht gut und an den übrigen Brettern war es ein offener Schlagabtausch. Ich bekam anfangs nicht viel von den anderen Partien mit, da mein Gegner Stefan Kirchner die ersten Züge sehr schnell spielte und mir keine Zeit ließ, die anderen Bretter zu begutachten. Nach 20 Zügen hatte ich mehr als eine halbe Stunde Zeitrückstand, dafür aber mit Schwarz eine sehr aktive Stellung gegen seinen ruhigen 1.b3-Aufbau.

Nach 1 1/2 Stunden sah es vielversprechend aus. Dieter spielte gegen Boris Tummes eine strategisch gehaltvolle Partie mit verteilten Chancen. Jan stand gegen Jurij Vasiljev minimal besser, Oskar und Krzysztof hatten vollen Ausgleich, bei Niklas verstand ich die Stellung nicht und Christoph und Luuk waren sehr gut aus der Eröffnung gekommen.

Luuk sorgte schließlich für unseren ersten Sieg. Eine Stunde später erhöhte Christoph auf 2:0, und es lief weiterhin gut für uns.

Jan hatte nach einem erfolgreichen Schlagabtausch eine Qualität für einen Bauern gewonnen und wickelte in ein vielversprechendes Endspiel ab. Niklas hatte in einer verschachtelten Stellung gefährliche Drohungen gegen den gegnerischen König und Oskar gewann einen Bauern. Krzysztof hatte derweil eine Qualität eingebüßt, ich hatte einen sehr starken Angriff und bei Dieter konnte ich die Lage nicht einschätzen.

Oskar unterlief kurz vor der Zeitkontrolle eine kleine Ungenauigkeit. Er ließ daraufhin in nur noch minimal besserer Stellung angesichts des Spielstandes eine Zugwiederholung zu. Eine weise Entscheidung. Jan demonstrierte derweil gute Endspieltechnik. Er opferte zum Schluss seinen Turm für den gegnerischen Freibauern und sein letzter Randbauer konnte vom gegnerischen Springer nicht mehr an der Umwandlung gehindert werden. Sehr schöner Sieg. 3,5:0,5.

Niklas machte dann im Mattangriff den Deckel drauf. 4,5:0,5. Wir konnten entspannt weiterspielen. Dieter hatte währenddessen leider einen Bauern eingebüßt und keine Kompensation dafür erhalten. Sein Gegner verwertete den Vorteil sicher.

Beim Stand von 4,5:1,5 ging es in die fünfte Stunde. Die beiden laufenden Partien waren nur noch Formsache, zogen sich aber noch eine Weile hin. Ich hatte mit einer kleinen Kombination einen Bauern gewonnen und weiterhin starken Angriff, Krzysztof stand mit einer Qualität Rückstand glatt auf Verlust. Beide Partien nahmen ihr logisches Ende und wir konnten mit einem schönen Sieg nach Hause fahren.

(td)

17.11.19 13:00 Uhr (Runde 3): SV Wesel - Schachfüchse Kempen  3,5:4,5

Es gibt Tage, da bleibt man lieber im Bett. Gestern war so einer.

Gegen die Schachfüchse aus Kempen gingen wir als Favorit in den Wettkampf, aber bereits nach einer Stunde sah es furchtbar für uns aus. Christian hatte nach einem Eröffnungsfehler Glück, dass sein Gegner "nur" einen Bauern gewann, Niklas stand auf beiden Flügeln schlecht und Uli stand nach einem ungenauen Zug vor der Wahl, das gegnerische Remisangebot anzunehmen oder eine schlechte Stellung zu verteidigen. Da nahm er lieber das Remis.

Niklas hatte weniger Glück und stellte in schlechter Stellung auch noch eine Figur ein. 0,5:1,5. Christian war derweil in einem Endspiel mit zwei Minusbauern gelandet. Kompensation war an den übrigen Brettern zunächst nicht in Sicht. Vielleicht standen Christoph und Jan etwas besser, Oskar solide, Dieter minimal schlechter und Ingo ziemlich unklar.

Jan hatte schnell gespielt und sich einen deutlichen Zeitvorteil erarbeitet. Die Stellung drohte zu verflachen und er bekam prompt ein Remisangebot. Jan musste natürlich ablehnen, wickelte in ein Turmendspiel ab und stellte seinen Gegner mit einem überraschenden Zug vor Probleme. Dieser reagierte falsch und prompt stand Jan auf Gewinn. Bei Christian keimte inzwischen auch etwas Hoffnung auf und Dieter hatte in einem Springerendspiel den gefährlicheren Freibauern. Oskar demonstrierte gegen die Abtauschvariante des Damengambits einen soliden Weg zum Ausgleich, bei Christoph hatte ich den Eindruck, dass das gegnerische Läuferpaar sehr gefährlich war und die Stellung zu seinen Ungunsten gekippt war. Ingo hatte strukturelle Probleme mit einem schlechten Läufer gegen einen guten Springer.

Nach knapp vier Stunden fielen kurz hintereinander mehrere Entscheidungen. Jan gewann, Christian verlor, Dieter gewann und Oskar remisierte. Mit dem 3:3 waren wir gut bedient und vielleicht ging ja noch mehr.

Christoph hatte seine Stellung in den Griff gekriegt und sogar einen Bauern gewonnen. Er musste dennoch vorsichtig sein. Das gegnerische Läuferpaar in Verbindung mit einem weit vorgerückten Randbauern war sehr gefährlich. Ingo stand sehr passiv und geriet außerdem bald wieder in Zeitrückstand. Eine schlechte Kombination. Beide Partien waren sehr umkämpft und gingen fast über die volle Distanz, aber es war einfach nicht unser Tag. Ingo geriet immer stärker in Zeitnot und wurde schließlich ausgespielt. 3:4. Christoph musste derweil seinen Mehrbauern wieder zurückgeben und konnte danach nichts mehr ausrichten. Kurz bevor der letzte Bauer getauscht wurde bot er selbst das unvermeidliche Remis an, und wir hatten den Kampf verloren.

Ziemlich unnötig, aber durchaus verdient. Beim nächsten Mal müssen wir es wieder besser machen.

(td)

29.09.19 10:00 Uhr (Runde 2): SV Dinslaken II - SV Wesel 3:5

Sieg im Nachbarschaftsduell gegen Dinslaken II

Bevor der Wettkampf beginnen konnte, galt es zunächst ein Raumproblem zu lösen. Unglücklicherweise war dem Dinslakener Mannschaftsführer ein falscher Schlüssel ausgehändigt worden und es war kurzfristig kein passendes Exemplar aufzutreiben, so dass wir im Jugendzentrum des Dinslakener P-Dorfes nicht an das Spielmaterial herankamen. Wir einigten uns kurzentschlossen auf einen Ortswechsel und begannen eine halbe Stunde später in Wesel.

Dinslaken hatte in der ersten Runde ersatzgeschwächt hoch verloren und bot gegen uns nahezu die Bestbesetzung auf. Bei uns fehlten Jan, Christian und Niklas, so dass wir nicht als Favorit in den Wettkampf gingen. Wir erwischten jedoch einen Start nach Maß:

Uli gewann seine Partie durch eine Eröffnungsfalle bereits nach wenigen Zügen und als Ingo zwei Stunden später eine Verluststellung noch drehen konnte stand es 2:0 für uns.

Auch Oskar hatte seinen Gegner bereits in der Eröffnung vor große Probleme gestellt. Dieser reagierte auf eine ihm unbekannte Variante etwas zu offensiv und geriet bald in einen heftigen Angriff, den Oskar erfolgreich abschließen konnte. 3:0 für uns, da konnte ich ein Remisangebot in ausgeglichenem Turmendspiel guten Gewissens annehmen.

Dieter und Manuel standen zu diesem Zeitpunkt gut, während Christoph eine zumindest optisch eindrucksvolle Stellung aus der Hand gegeben hatte und genau wie Krzysztof in einem Endspiel mit Minusbauern ums Überleben kämpfte.

Für die Entscheidung sorgte schließlich Dieter, der seinen Raumvorteil am Königsflügel geschickt ausnutzte und seinem Gegner keine Chance ließ. Da war es nicht mehr schlimm, dass Christoph und Krzysztof sich geschlagen geben mussten und Manuel ein gewinnträchtiges Läuferendspiel zum Remis verdarb.

Unterm Strich ging der Sieg in Ordnung und wir können uns über einen gelungenen Saisonstart freuen.

(td)

08.09.19 10:00 Uhr (Runde 1): SV Wesel - PSV Duisburg 4:4

Zum Auftakt ein Unentschieden!

Zum Saisonstart hatten wir mit dem PSV Duisburg den Sieger der letztjährigen Verbandsliga-Gruppe 1 zu Gast. Also ein spielstarker Gegner, der uns alles abverlangen würde. Die Duisburger traten genau wie wir mit einer leicht ersatzgeschwächten Mannschaft an.

Zu Beginn gab es eine Verzögerung, da es sich als ziemlich schwierig herausstellte, die Uhren auf die neue Bedenkzeitregelung einzustellen. Mit vereinten Kräften bekamen wir es schließlich hin und der Wettkampf begann mit ein paar Minuten Verspätung.

Sportlich lief es zunächst recht gut für uns. Christian stand gegen einen etwas zu agressiven holländischen Aufbau frühzeitig strategisch vorteilhaft und Ingo gewann nach einem Scharmützel einen Bauern. Niklas verpasste ein chancenreiches Qualitätsopfer und stand danach mit einer gravierenden Schwäche auf dem Feld e6 vor großen Problemen. Die übrigen Partien waren zunächst ziemlich ausgeglichen.

Christian überspielte seinen Gegner nach allen Regeln der Kunst am Damenflügel und ließ gleichzeitig dessen Königsangriff nicht zur Entfaltung kommen. Eine sehr schöne Partie, die uns die Führung brachte. Dieter nahm kurz darauf ein Remisangebot in ausgeglichener Stellung an und die übrigen Partien gingen in die Zeitnotphase. Unsere Chancen auf den Sieg stiegen beträchtlich, als ich mich nach gut 4 Stunden in einer spannenden Kampfpartie mit heterogenen Rochaden im Schwerfigurenmittelspiel durchsetzen konnte. Ingo stand zu diesem Zeitpunkt auf Gewinn, Niklas auf Verlust und die anderen ungefähr ausgeglichen.

Danach geriet aber zusehends Sand ins Getriebe. Niklas wehrte sich vergeblich in einem Turmendspiel mit zwei Minusbauern und musste schließlich aufgeben. Bei Uli war nicht mehr viel los und das Remis war bald unterschriftsreif. 3:2 für uns.

Oskar hatte kurz vor der Zeitkontrolle in etwas besserer Stellung ein gegnerisches Remisangebot abgelehnt, machte dann aber einige schwächere Züge und geriet auf die Verliererstraße. Er spielte zwar noch weiter, kämpfte aber mit nur einem Bauern für eine Figur auf verlorenem Posten.

Es kam also auf die Partien von Christoph und Ingo an. Christoph hatte nach meinem Verständnis lange Zeit leichten Vorteil gehabt, nun aber stand ein ausgeglichenes Läuferendspiel auf dem Brett, in welchem keine Seite mehr etwas riskieren durfte, ohne selbst in Verlustgefahr zu geraten. Ingo hatte immer noch einen Bauern mehr, aber etwas unglücklich in ein Endspiel mit schlechtem Läufer gegen guten Springer abgewickelt. Die Stellung sah tückisch aus und ein klarer Gewinnplan war nicht in Sicht. So kam es, dass nach ungefähr 5 Stunden Spielzeit niemand mehr etwas riskieren wollte und beide Partien mit einem Remis endeten. Oskar musste seinem Gegner zum Sieg gratulieren und der Wettkampf endete 4:4. Irgendwie hatten wir das Gefühl, das mehr dringewesen war, aber unter dem Strich war das Unentschieden wohl leistungsgerecht.

(td)

Bezirksliga

01.03.20 10:00 Uhr (Runde 7): SV Wesel III - SF Moers II

Der nächste Spieltag findet am 1. März statt. Die Zweite hat spielfrei.

02.02.20 10:00 Uhr (Runde 6): SV Neukirchen-Vluyn - SV Wesel II 4,5:3,5; SV Turm Kamp-Lintfort III - SV Wesel III 2,5:5,5

Der Tag fing schon sehr unglücklich für die Zweite an. Wegen Kommunikationsproblemen stellte sich kurz vor Abfahrt heraus, dass Markus doch nicht zur Verfügung stand und wir mit 7 Mann im Regen anreisen mussten. Und das, wo Peter und Avdi gar nicht von ihrer Nichtaufstellung begeistert waren...

Immerhin konnten wir dadurch dem gegnerischen Bär an Brett 1 (2175) ausweichen. Und ich konnte das relativ schnell an Brett 4 wettmachen: mein 81jähriger Gegner kam mit meinem Holländisch nicht zurecht. Als er unweigerlich eine Figur verlieren würde, wickelte er so ab, dass es  gleich zwei wurden, 18 Züge, 1:1. Dagegen nützte Manuel das Brett 2 wenig, er ließ in Französisch ein Läufer-Opfer auf h7 zu, das zu 2 Minusbauern und weiter gedrückter Stellung führte und auch nach zähem Ringen nicht zu verteidigen war. Inzwischen gab‘s ein Totremis an Brett 3 mit ungleichfarbigen Läufern, da Alexander in besserer Stellung gegen Französisch zu früh die Damen tauschte. Einen schwarzen Tag, passend zum Wetter, hatte Schnellspieler Josef, er ließ ersatzlos den Turm a1 einstehen, obwohl er vorher eine totale Gewinnstellung hatte (erst +4,5, dann +8,5 –, dann =, dann einzügig -6). Man muss ja nicht immer spontan zurückschlagen, einfach mal hingucken und z.B. Schachs geben! Bei so viel Zeit, nicht zu fassen.

(Zum Trost: ich hab letztes Mal meine Gewinnstellung und den Sieg gegen Xanten auch durch einen Doppelbock vergurkt, allerdings bei knapper Zeit.)

Obwohl es nun 3,5:1,5 gegen uns stand, hatte ich durchaus noch leise Sieges-Hoffnung, da die andern 3 sehr gut aus der Eröffnung herausgekommen waren.

Bei Michael wurde es dann sehr taktisch. Im Mittelspiel hätte er m. E. Material gewinnen können (mit f6! nach Db5 oder später nach 26.La3?? einfach Lxa3!-+, denn Lf8 deckt das vermeintliche Grundreihenmatt). Als ihm dann selber Materialverlust drohte, baute er aber eine schöne Mattfalle auf, die auch zuschnappte! - Und Philipp hatte im Endspiel die gegnerische Grundreihe besetzt, wo sich Weiß daher kaum noch rühren konnte. Das entstehende Turmendspiel führte er dann sicher zum Sieg, obwohl beide Seiten noch eine Dame erhielten.

Das Drama mit wogendem Hin und Her spielte sich bei Matthias an Brett 5 ab. Er fand zunächst keinen Weg, die äußerst passive schwarze Stellung zu knacken. Nach Öffnung in der Mitte wollte er Damentausch mit Dxb5 vermeiden, selbige wurde aber dort gefangen! Dennoch sah sich sein Gegner genötigt - erzwungen oder nicht – diese zurückzugeben. Im nun ausgeglichenem Endspiel  übersah Matthias jedoch, ohne echte Zeitnot, aber aufgrund gerade überstandenem Stress, eine Springergabel. Aus.

Das hätte statt 4,5:3,5 auch andersrum ausgehen können oder wenigstens 4:4. Und auch mit einem 8. Mann wär‘s an diesem Tag wohl ähnlich gewesen.

Für mich war der Unglückstag nicht zu Ende. Wollte nach dem Kampf meine Frau vom Hbf Duisburg abholen: A40 komplett gesperrt, Umleitung schlecht ausgeschildert, Stau, Navi spielte verrückt und fiel dann ganz aus, Parkplatz im Gelände hinterm Bahnhof, kein Fußweg gekennzeichnet.  Klettere übers Gleisbett, bin 1 min vor Ankunft am Bahnsteig: Zug hat 10 min Verspätung.

Und zuhause seh ich auch noch, dass Moers gegen Hünxe gewonnen hat. Aber auch so liegen unsere Aufstiegschancen jetzt bei 1 Promille – machen wir mehr draus, prost.

 

Ganz anders der Tag für unsere Dritte. Obwohl ebenfalls nur mit 7 Leuten zu Kamp-Lintfort 3 gereist, schafften sie dort einen grandiosen 5,5:2,5-Sieg! Dumm nur, dass selbst das nicht die Promille für den Klassenerhalt erhöht, da noch 3 Hochprozenter anstehen.

 

TABELLE der BL nach abgegebenen Punkten wegen verschiedener Anzahl Spiele:

1. Moers II     -2 (noch 3 Spiele gg. die 3 Tabellenletzten)

2. Neukirchen-Vluyn -3 (noch 3 Spiele)

3. Hünxe        -3 (noch 3)

4. Xanten       -3 (noch 3)

5. Wesel II     -5 (noch 2)

6. Mehrhoog     -6 (noch 2)

7. Wesel III        -7 (noch 3 gegen starke)

8. Bruckhausen      -8 (noch 2 gegen starke)

9. K.-Lintfort III  -10 (noch 2)

Aber Bruckhausen hat schon +4, Wesel III nur +3 P.

(bp)

12.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel II - Xanten 4:4

Unentschieden gegen starke Xantener

Von der Spielstärke des Gegners her können wir stolz auf die Punkteteilung sein, vom Spielverlauf fühlt es sich aber wie eine Niederlage an.

Die erste Partie, die zu Ende ging, war die von Matthias. Ein im Blitztempo spielender Gegner spulte die Eröffnung locker runter und stellte Matthias vor unerwartete Probleme. Dieser musste viel Zeit investieren, fand aber eine gute Erwiderung. Durch eine Umwandlung des C-Bauern im 14. Zug hatte er eine Dame mehr und gewann bald. Am 6. Brett gewann Michael durch eine Bauerngabel eine Leichtfigur und spulte den Rest routiniert runter. Eine 2:0 Führung machte Hoffnung auf einen Sieg, insbesondere, da an den anderen Brettern keine wirkliche Verluststellung zu sehen war.

Doch dann wendete sich das Blatt. Markus spielte auf Königsangriff, doch der Gegner hatte Gegenspiel auf der c- und d-Linie und vor allem einen nervenden schwarzfeldrigen Läufer, der Markus Rochade und die für eine Königsangriff nötige Besetzung der f-Linie sehr lange verhinderte. Markus musste Bauern geben und am Ende fehlte ihm ein Tempo um im Angriff erfolgreich zu sein. 2:1.

Berthold hatte eine enorme Druckstellung und engte den Gegner stetig ein. Er verbrauchte aber enorm viel Zeit dafür und stand zu diesem Zeitpunkt sicher auf Gewinn.

Peter hatte einen Bauern weniger. Es sah aber noch haltbar aus angesichts der gegnerischen Bauernstruktur. Avdi hatte einen schönen Königsangriff. Sein Gegner behinderte aber durch aktives Gegenspiel auf der C-Linie und die Fesselung seines wichtigen Turms auf f2 einen durchschlagenden Angriff. An den ersten beiden Brettern sah es ausgeglichen aus. Alexander hatte Vorteile am Königsflügel, sein Gegner aber Gegenspiel am Damenflügel. Manuel hatte eine beengte, aber solide Verteidigungsstellung gegen einen gegnerischen Isolani. Er rührte den unnachahmlichen „Heirichbeton“ an.

An den ersten beiden Brettern erfolgte alsbald der Friedensschluss in ausgeglichenen Stellungen. 3:1.

Bei Peter verschlechterte sich die Lage. Sein Gegner drang mit dem Turm auf die 6.Reihe ein und platzierte Megaläufer auf f6.Sein Gegenspiel auf der e-Linie reichte nicht. Der Druck gegen seinen König wurde zu groß. 3:3.

Avdi verbesserte seine Stellung schrittweise und Berthold stand weiterhin auf Gewinn, achtete aber nicht auf die Zeit. Schließlich machte Avdi den Sack zu. Jetzt kam es auf Berthold an. Der Gegner war derart eingeschnürt, dass er die Stellung öffnen musste, um nicht zusammengeschoben zu werden. Berthold fand unter wieder großem Zeitverbrauch das wichtige T:Se5. Das Spiel war aber trotz klarer Gewinnstellung immer noch sehr anspruchsvoll auf Grund vieler taktischer Möglichkeiten. Jetzt rächte sich der Zeitverbrauch und Bert bewegte seinen Turm von d3 weg, der die Racheschachs der weißen Dame verhindert hatte. Diese drang nun über Berts Damenflügel in die Königsstellung ein und die Partie kippte zu unseren Ungunsten. 4:4

Damit wurde zwar die Tabellenführung verteidigt, aber die punktgleichen Hünxer und die 1 bzw. 2 Punkte hinter uns liegenden Moerser und Neukirchener haben ein Spiel weniger. Die Berzirksliga ist dieses Jahr sehr ausgeglichen.

Nächste Runde geht es gegen die starke Mannschaft aus Neukirchen-Vlyn. Ein weiterer Punktverlust und der Traum vom Aufstieg dürfte vorbei sein.

(mt)

12.01.20 10:00 Uhr (Runde 5): SV Wesel III - Mehrhoog 3,5:4,5

...

01.12.19 10:00 Uhr (Runde 4): SF Moers II - SV Wesel II 4:4

Dank Marc Schlette und Philipp Neuhaus sowie Avdi Rama konnten wir beim Favoriten SF Moers 2 doch mit recht guter und vor allem voller Besetzung antreten.

Zunächst gab es 3 schnelle Unentschieden. F. Zahn (1879) wollte wohl früh nach Hause und gab gegen Markus an Brett 4 trotz Mehrbauer und guter Stellung nach 15 Zügen Remis.

Die Damenbauernspiele an Brett 6 (Peter mit Schwarz) und 7 (Philipp mit Weiß) verflachten früh: Philipp rührte Beton an, und Peter spielte sehr logisch, so dass seinem Gegner im Colle-System trotz e3-e4 nur Zugwiederholung blieb. An Brett 8 hatte Avdi mit Schwarz auf Umwegen die Grünfeldindische Grundstellung, die Weiß erstaunlich schnell zum Verlust der Bauern e4 und f4 (nicht d4!) misshandelte. Der untaugliche Versuch, wenigstens einen zurückzugewinnen, kostete eine Figur. Und auch ein weißes Turmopfer brachte nicht das erhoffte Dauerschach. Wenn ich Avdis Notation allerdings richtig entziffere, hatte er Weiß  vorher eine erhebliche Konterchance eingeräumt, die ungenutzt blieb, also 0:1. - Danach konnte ich an Brett 3 gegen R. Moll (1869) erstmals voll punkten: Reinhard spielte sein Skandinavisch insgesamt zu passiv, so dass ich trotz Ungenauigkeit eine ewige Fesselung auf der e-Linie (Te1 gegen De8) zum Figurengewinn ausnutzen konnte. Zwischenstand 3,5:1,5 für uns.

Die 3 restlichen Partien, davon zweimal gegen Stonewall von Marc gegen R. Zahn (1961) und von Matthias gegen B. Reiter(1759), sowie von Manuel, der selber auch Stonewall-like gegen H.-E. Reiter(1963) spielte, sahen "eigentlich" alle nach Remis aus, hatten es aber noch in sich. Erst opferte Matthias 2 Figuren für einen Turm, die Hoffnung auf eine Blockadestellung erwies sich aber als Trugschluss. Dann gewann Marc eine Qualität, gab aber nach einigen weiteren Zügen Remis. Die Computeranalyse zeigt, dass die Stellung wegen des gegnerischen Läuferpaars tatsächlich kaum zu gewinnen war. Auf jeden Fall ein guter Einstand für Marc, der jetzt vielleicht Blut geleckt hat !?

Bei 4:3 für uns hing es nun an Manuel, den wir mangels weiterer Fahrer leider allein lassen mussten. Er stand wie so oft sehr lange passiv, verteidigte sich gegen etliche Drohungen geschickt, aber auf Kosten seiner Zeit (noch 6 Sekunden bei Zug 40). Er verlor dann doch einen Bauern, das entstandene Damenendspiel mit den Bauern nur auf einem Flügel war objektiv remis, aber der Gegner hievte Manuel durch Hin- und Herziehen über die Zeit! - Hier hätte man - aber noch während der Partie! - auf mangelnde Gewinnversuche reklamieren müssen, wonach die Partie abgebrochen und alles an Uwe Remek eingeschickt würde. Allerdings wäre der eindeutige Beweis des Zeitspiels bei einem Mehrbauern wohl ziemlich aussichtslos, zumal dann nur die Züge bis zum Abbruch da sind.

Angesichts des Verlaufs und besonders angesichts der gegnerischen DWZ können wir mit dem 4:4 voll zufrieden sein. Übernehmen sogar die vorläufige Tabellenführung, jedoch punktleich mit Hünxe, die ein Spiel weniger haben. Auch Moers, Xanten und Neukirchen-Vluyn können noch aufholen. Da diese 5 sich gegenseitig die Punkte abknöpfen, bleibt es in der Bezirksliga weiter spannend.

(bp)

03.11.19 10:00 Uhr (Runde 3): SV Wesel II - Turm-Kamp-Lintfort III 6,5:1,5

Zum heutigen Heimkampf gegen Kamp-Lintfort III konnten wir eine starke Mannschaft aufbieten. DWZ-mäßig waren wir Favorit. Nach 30 Minuten sah ich nirgendwo Vorteile.  Alexander tauschte sehr früh die Damen. Berthold überlegte sehr lange in einer Standardstellung seiner Lieblingseröffnung. Markus gelang es durch Überleitung von einer sizilianischen in eine französische Struktur aus der Eröffnungsvorbereitung zu bringen. Josef spielte wie immer sehr zügig.

Nach einer Stunde stand es 1:0. Matthias Gegner ist nicht erschienen. Peter hatte eine solide Stellung aufgebaut. Josef erarbeitete sich Raumvorteil. Michael gewann eine Qualle gegen einen Bauern. Manuel, Alexander und Markus standen sehr solide. Berthold opferte einen Bauern für Initiative, übersah aber eine wichtige gegnerische Antwort.

Eine halbe Stunde später hatte sich Peter soliden Positionsvorteil erarbeitet und einen Bauern gewonnen. Josef griff stark an und gewann eine Figur. Alexander bot Remis an, was der Gegner in ausgeglichener Stellung annahm. 1,5:0,5.  Wenig später machte Josef dann auch den Sack zu zum 2,5:0,5.

Nun begann die dritte Stunde. Michaels Gegner suchte sein Heil im Angriff, aber etwas zu euphorisch. Eine Turmverdopplung auf der D-Linie erzeugte unparierbare Drohungen und führte zur Aufgabe. 3,5:0,5.

Peter konnte seinen Vorteil auf zwei Bauern vergrößern, musste aber dafür seinen freien a-Bauern geben und etwas Gegenspiel zulassen gegen seine gefährdete Grundreihe. Zu diesen Zeitpunkt sah ich noch keinen klaren Gewinn an den verbliebenen 4 Brettern.  Berthold bekam ein Remisangebot und nahm auf Grund des Minusbauern und des Spielstandes an. 4:1.

Zu Beginn der vierten Spielstunde gelang es Markus die Stellung zu öffnen. Dies ermöglichte dem Gegner zwar beträchtliches Gegenspiel, aber die immensen taktischen Verwicklungen waren mit 12 Minuten für 14 Züge für ihn kaum berechenbar.

Manuels Gegner wich allen Damentauschangeboten zum Übergang in ein totremises Bauernendspiel aus und erlaubte Manuel dadurch einen kleinen Raumvorteil. Peters Gegner konnte den Damentausch nicht mehr verhindern und lies sich die Verwertung der Mehrbauern nicht mehr zeigen. 5:1.

Bei Markus stand das Brett buchstäblich in Flammen. Bei 4 Minuten für 10 Züge traf sein Gegner nicht die besten Entscheidungen und überschritt in aussichtsloser Lage die Bedenkzeit. 6:1.

Angesichts des Spielstandes stellte man an Brett 1 auch das Kämpfen ein. Remis. 6,5:1,5.

Ein ungefährdeter Sieg bedeutete die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes. Topfavorit Moers II., unser nächster Gegner erreichte ersatzgeschwächt gegen Neukirchen-Vlyn nur ein Mannschaftsremis, wodurch letztgenannte an der Tabellenspitze blieben und sich zum Cofavoriten für den Aufstieg kürten.

(mt)

03.11.19 10:00 Uhr (Runde 3): Freibauer Hünxe - SV Wesel III 5,5:2,5

Leider verlor unsere dritte ohne ihren Mannschaftsführer an Brett 1 gegen Hünxe.

(mt)

06.10.2019 10:00 Uhr (Runde 2): SV Wesel III - TV Bruckhausen 2:6

06.10.2019 10:00 Uhr (Runde 2): TV Mehrhoog - SV Wesel II 3:5

Erster Saisonsieg

Nach dem nicht geplanten Unentschieden gegen die III. ging es mit einer starken und vollständigen!!! Mannschaft nach Mehrhoog. Unser Gastgeber hatte auch eine bessere Mannschaft zusammen als bei der 7:1 Niederlage gegen Neukirchen-Vluyn. Gute Voraussetzungen für einen spannenden Kampf.

Bei meinem ersten Rundgang sah ich an 6 Brettern ausgeglichene Stellungen. Michael hatte eine Qualle mehr, Markus eine weniger. Um die Mittagszeit kam es an den ersten beiden Brettern alsbald zu einer Verflachung der Stellungen und Manuel und Alexander teilten die Punkte. Markus stand mit dem Rücken zur Wand, Michael immer noch eine Qualle vorn. Peter pflanzte dem Gegner einen Läufer auf d3 ein und eroberte mit beiden Türmen die einzige offene Linie. Josef hatte die aktivere Stellung, ein Sieg war aber noch nicht in Sicht. Dann ging es bei Markus schnell und er musste aufgeben. Kurz danach gewann Josef seine Partie. 2:2

Wie sah es an den anderen Brettern aus? Michael hatte eine Qualle und einen Bauern mehr, Peter vergrößerte seinen positionellen Vorteil und schnürte den Gegner weiter ein, Berthold hatte eine Dame gegen einiges?? (ich weiß es nicht) Material, aber der Gegner hatte gewisse Kompensation.

Wie sah es bei mir am Brett aus. Es war das dritte Mal, dass ich den selben Gegner hatte. Die bisherige Bilanz war ausgeglichen. Im 5. Zug wich mein Gegner von den mir bekannten Hauptvarianten ab und ich musste Zeit investieren. Ich entschied mich nicht für die beste Variante, strebte aber einen Stellungstyp an, der mir lag. Im komplizierten Mittelspiel in geschlossener Stellung (alle Bauern auf dem Brett) strebte ich die bessere Bauernstruktur an und wollte auf Grund des Spielstandes (Peter konnte inzwischen seinen positionellen Vorteil in einen materiellen umwandeln und gewann, Berthold und Michael waren im Vorteil 3:2) nicht zu viel riskieren. Jede Öffnung der Stellung barg ein Risiko. Mein Gegner musste aber was riskieren und ich konnte über die g-Linie in die Stellung eindringen und gewinnen. Normalerweise wahrscheinlich Remis, aber wegen des Spielstandes musste mein Gegner aktiv werden. (4:2)

Jetzt spielten noch Michael und Berthold, beide in vorteilhaften Stellungen. Bei Berthold wurde es in der Zeitnotphase spannend. Beide waren in starker Zeitnot, Berthold minimal weniger.  Berthold erlaubte einen Einschlag auf f2 und verlor eine Figur zum materiellen Ausgleich. Dann bot Berthold Remis an, das der Gegner wegen der sehr knappen Zeit annahm, obwohl er noch eine Figur gewinnen konnte. 4,5:2,5.

Die letzte Partie spielte Michael. An zwei Stellen sah ich Abwicklungen in gewonnene Endspiele. Aber in der 5. Stunde war sowas am Brett schwer zu finden. Einige ungenaue Züge und es gab Remis.

Ein solider Sieg. Ein realistisches Ziel ist ein Platz unter den ersten drei. Vor allen Moers II und Xanten sind von der Aufstellung her die Favoriten. Nach der Spielstärke könnten wir uns mit Hünxe, Neunkirchen-Vlyn und Bruckhausen einen Kampf um den dritten Platz liefern.

(mt)

22.09.2019 10:00 Uhr (Runde 1): SV Wesel II - SV Wesel III 4:4

Mit zwei Teams in der Bezirksliga

Nach dem starken Aufstieg der III. und dem unglücklichen Abstieg der II. gab es wieder das vereinsinterne Duell in der Bezirksliga. Ich möchte jetzt aus der Sicht der II. berichten. Am Freitag vor dem Spiel beim Trainingsabend suchte Michael, der Berthold als Mannschaftsführer vertrat händeringend und verzweifelt Spieler. Ohne Erfolg. Die zweite hatte mit Uli und Krzysztof zwei fast immer spielende Stammkräfte an die erste abgegeben und nur Manuel als Verstärkung dazubekommen. Das Berthold und Alexander wohl ausfallen würden, stand schon länger fest. Relativ kurzfristig kam Markus Absage.

So starteten wir mit einer kampflosen Niederlage an Brett 1 mit 7 Spielern. Zu Beginn sogar einer mehr als bei der III. Ein paar eindringliche Telefonate des Mannschaftsführers hatten aber für das Erscheinen der beiden Fehlenden innerhalb der ersten 30 Minuten gesorgt.

Die erste Stunde war dann relativ ereignisarm. Meine Mannschaft kam relativ gut aus der Eröffnungsphase. Dann die erste Entscheidung. Unser Ersatzmann Lothar Lensing gewann überraschend schnell. Das Duell der ältesten Spieler, Helmut Brehme und Rolf Fricke endete mit einem Patt. So hatten die beiden Ersatzleute Lothar und Rolf den Rückstand wettgemacht zum 1,5:1,5. Sehr gute Bilanz. An den 5 verbliebenen Brettern wurde gekämpft. Einen entscheidenden Vorteil konnte ich nirgends erkennen, höchstens Raumvorteil bei Michael und Peter. Jetzt musste ich viel Zeit in meine eigene Partie investieren. Nachdem ich die Eröffnung auf Grund der Bekanntheit des Stellungstyps relativ zeitsparend gemeistert hatte, war das entstehende Mittelspiel mit allen Leichtfiguren und aktiven Isolani sehr komplex. Moritz behandelte die Eröffnung intuitiv korrekt, öffnete mit h3 und g4 den Königsflügel etwas zu optimistisch und bot mir Angriffsmöglichkeiten. Dann kam die überraschende Nachricht von Sarahs Sieg für die III. Ich bekam nicht mit was passiert war. Nachher hörte ich, dass eine Dame eingepatzt wurde. Kann passieren. Damit lagen wir in Rückstand. Als nächstes folgte ein Remis an Brett zwei von Manuel gegen Armin. Die Stellung war offensichtlich ausgeglichen. Es stand aber noch viel Material auf dem Brett. Michael hatte am Brett vier eine Qualle mehr, Harald aber etwas Kompensation. Josef war eine Leichtfigur im Rückstand gegen Alexander.

Ich musste mich jetzt bei aufziehender Zeitnot wieder in meine Stellung vertiefen. Viele Varianten konnte ich wegen der fehlenden Zeit gar nicht mehr berechnen, so dass ich mich oft nicht für den besten, aber einen sicheren Weg entschied den Vorteil zu behalten bzw. auszubauen. Es entstand ein Endspiel mit Dame und 5 Bauern auf meiner Seite und Laufer und Turm mit zwei Bauern und einem ungeschützten König auf Moritz Seite. Dann ging die Partie schnell zu Ende als Moritz einen vergifteten Bauern in Verbindung mit einer Grundreihenmattdrohung schlug mir aber dadurch ein Zwischenschach mit einer späteren kompensationslosen Eroberung seines Turmes ermöglichte. Zwischenstand 3:3. Jetzt kämpfte noch Josef mit dem Rücken zur Wand und Michael. Michael schaffte es einen entfernten Freibauern in Bewegung zu setzen. Dadurch entstand aus der Qualle mehr eine Dame mehr. Harald blieb aber nicht untätig und gewann dafür die beiden restlichen Bauern von Michael. Seine drei verbundenen Freibauern rückten in Verbund mit seinem Springer gefährlich auf die erste Reihe zu. Michael durfte sich keinen Fehler erlauben. Inzwischen ließ Josef es zu, dass Alexander einen seiner beiden Bauern erobern konnte. Er kämpfte verbissen und hoffte auf Fehler von Alexander. Dieser tat ihm aber nicht den Gefallen und kämpfte das Endspiel bis zum Damentausch durch. Den Gewinn mit F-Bauer und Läufer wollte sich dann Josef nicht mehr zeigen lassen und gab auf. Inzwischen hatte Michael die Drohungen von Harald besser in den Griff bekommen und konnte nach ca. 4 Stunden und 45 Minuten die Partie gewinnen.

Am Ende war es sogar knapp mit dem Unentschieden. Zwischendurch schien auch eine Niederlage in Reichweite. Für die III. ein wichtiger Punkt für das Ziel Klassenerhalt. Für die II. zu wenig, wenn man gerne wieder aufsteigen will. Die Leistungsdichte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze ist enorm. In der 2. Runde geht es für die II. zu einem echten Brocken nach Mehrhoog. Der Mitabsteiger hat überraschend gegen Neukirchen-Vlyn hoch verloren. Die III. muss gegen Bruckhausen ran. Beide Spiele sind echte Standortbestimmungen. Dann für die II. hoffentlich mit den drei heute Fehlenden.

(mt)

Viererpokal

02.02.2019 (Finale): SV Dinslaken - SV Wesel 4:0

Da wir bereits für den Viererpokal auf NRW-Ebene qualifiziert waren, ging es im Finale gegen Dinslaken auch nur noch um den Spaß, es mit stärkeren Gegnern aufzunehmen.

Als erstes war Krzysztof an Brett 3 fertig. Er war gegen Frank Pöss schon aus der Eröffnung heraus auf Abwege geraten, hatte zwei Bauern abgegeben und eine schlechte Stellung zu verwalten, die auf lange Sicht nicht zu halten war.

Danach musste ich die Segel streichen. An Brett 1 hatte ich gegen Philipp Sonnenschein eine scharfe Stellung erreicht, die sehr rechenintensiv war. Er hatte allerdings taktisch mehr gesehen als ich und ich leistete weniger Widerstand als möglich war.

Avdi hatte zwischendurch an Brett 4 gegen Andreas Borchert eine etwas passivere Stellung gut behandelt und erfolgreich in ein remislastiges Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abgewickelt. Nach ein paar Ungenauigkeiten kippte das Endspiel allerdings langsam und auch er musste die Partie leider aufgeben. Schade, das war heute die einzige Partie, in der wirklich etwas Zählbares zum Greifen nahe war.

Die längste Partie des Tages spielte Christoph an Brett 2. Er stand bereits in der Eröffnung unter Druck und gab einen Bauern, doch spielte sein Gegner Michael Gorny sehr überzeugendes Schach und konnte Christoph nach gut 5 Stunden niederringen.

Am Wochenende 21./22. März findet die Vorrunde des Viererpokals auf NRW-Ebene statt. Vielleicht können wir dort ja noch die eine oder andere kleine Überraschung landen.

15.12.19 10:00 Uhr (Runde 2): SF Moers - SV Wesel 1,5:2,5

Im Halbfinale des Viererpokals mussten wir – in der Aufstellung Oskar Braun, Uli Dimmek, Christoph Krebel und Aleksandr Vegera – mal wieder gegen Moers ran, gegen die wir in den letzten vier Jahren jeweils rausgeflogen waren. Immerhin hatten sie ein paar Aufstellungsprobleme und so deutete sich ein ausgewogener Kampf an.

Alex hatte gegen Fabian Zahns Drachenvariante eine leicht angenehmere Stellung erreicht, ohne jedoch etwas Greifbares zu haben, und nahm das Remisangebot seines Gegners an.

Ich hatte mir gegen Jurij Vasiljev etwas Angriffschancen mit meinem gegen seinen König gerichteten Läuferpaar ausgerechnet, aber er neutralisierte es systematisch. Bevor sein Springer nun beginnen konnte, um gute Felder zu kämpfen, wickelte ich in ein total ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel ab und nutzte meinen leichten Tempovorteil, um Remis zu bieten, bevor sich diese – nur symbolische – Initiative verflüchtigte.

Kurz darauf einigte sich auch Christoph mit seinem Gegner Josef Hanio auf Remis. Christoph hatte das Gefühl, nicht so richtig in die Stellung gefunden zu haben, aber auch in dieser Partie war noch alles im Gleichgewicht.

Diese drei Remisschlüsse fanden innerhalb von 10 Minuten statt, sodass nun der ganze Druck auf Uli lag. Er hatte im Mittelspiel einen Bauern gewonnen, gab ihn jedoch bald wieder ab. Er hatte immer noch die etwas aktivere Leichtfigur und den aktiveren König und setzte seinen Gegner Sven Bode im Endspiel mit Springer gegen Läufer stark unter Druck. So stark, dass dieser bald in ein für Uli günstiges Bauernendspiel abwickeln musste. Hier spielte Uli in einem entscheidenden Moment etwas zu schnell und gab dem Gegner noch die Chance, eine Nebelkerze zu werfen, die dieser jedoch nicht nutzte, so dass auch diese Partie ihr logisches Ende fand.

Am Ende konnten wir Moers also 2,5:1,5 besiegen und stehen nun im Finale gegen Dinslaken.

(ob)

10.11.19 10:00 Uhr (Runde 1): SC Freibauer Hünxe - SV Wesel 1,5:2,5

Hünxe trat ohne seine beiden Spitzenbretter an und wir – in der Besetzung Oskar Braun, Niklas Jacobi, Aleksandr Vegera und Armin Becker – hatten somit an jedem Brett einen DWZ-Vorsprung vorzuweisen. Doch schnell zeigte sich, dass es heute knapp werden würde. Niklas und Alex standen schon kurz nach der Eröffnung stark unter Druck. Niklas war gegen Uli Mitschke in taktische Komplikationen reingestolpert, die er zu überschauen glaubte, die für den Gegner allerdings erstaunlich viele Ressourcen bereithielten. Bald schon musste er seinem Gegner zum Sieg gratulieren.

Alex konnte gegen Reiner Kuehn vermeiden, schon im Mittelspiel die Waffen strecken zu müssen, und rettete sich in ein schwieriges Springerendspiel mit Minusbauern. Da im Viererpokal bei einem 2:2 der Sieg am höchsten Brett entscheidet, war klar, dass Armin und ich gewinnen müssen, selbst wenn Alex sein Endspiel Remis hält. In Armins Stonewallstruktur war trotz heterogener Rochaden allerdings noch nicht viel passiert und ich stand gut, aber noch ohne entscheidenden Durchbruch.

Irgendwann fand Armin dann die Sollbruchstelle der Stellung seines Gegners Uli Lordick und konnte den Punktestand ausgleichen.

Ich begann gegen Günter Amerkamp nun die Stellung aufzureißen. Bei den sich ergebenden Komplikationen machte ich es mir jedoch unnötig schwer und ließ seine Dame meinen König das Brett hochjagen. Objektiv wohl Remis, aber bei der knappen Zeit waren die Varianten kaum zu überblicken und ich hatte das glücklichere Ende und den entscheidenden Freibauern auf meiner Seite.

Alex hatte derweil sein Springerendspiel sicher zusammengehalten und kurz darauf einigte er sich mit seinem Gegner auf Remis.

Insgesamt also ein knapper 2,5:1,5 Erfolg gegen eine gut aufgelegte Hünxer Mannschaft.

In der nächsten Runde geht es am 15.12. nach Moers.

(ob)

Saison 2018/19

Mannschaften

Wegen einer Neuorganisation im Verband erhöht sich die Zahl der Aufsteiger aus VL und VK signifikant. Dies und weitere interessante Neuerungen sind NSV-Ausschreibung und der NSV-Klasseneinteilung zu entnehmen.

(td, 18.08.2018)

Zum aktuellen Bericht aus der Verbandsliga Verbandsklasse Bezirksklasse Viererpokal

Verbandsliga Niederrhein, Gruppe 2

12.05.19 (Runde 9): SV Wesel - Ratinger SK III 5,5:2,5

Aufstieg in die Regionalliga geschafft!

Die Erste erreichte den angepeilten Aufstieg mit einem glatten Sieg gegen die dritte Mannschaft aus Ratingen.

Schon früh standen die Weichen auf Sieg. Der Gast lies das 8. Brett frei, so dass Uli kampflos gewann. Niklas kombinierte seinen Gegner bereits in der Eröffnung aus und erhöhte schon nach 1,5 Stunden auf 2:0. Als Christoph eine Stunde später in ausgeglichener Stellung remisierte sah es bereits nach einem Kantersieg aus. Jan hatte einen gewaltigen Angriff aufgebaut und setzte sich als nächster durch. Beim Stand von 3,5:0,5 standen wir an allen offenen Brettern besser und es ging eigentlich nur noch um die Höhe des Sieges.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ die Konzentration ein wenig nach. Ingo bot schließlich trotz Besitz eines Mehrbauern remis an, welches sein junger Gegner gern akzeptierte. Hätte Ingo gewusst, dass er gegen einen 1100er spielt, dann hätte er sicherlich weitergespielt. Oskar ließ in klar besserer Stellung seinem Gegner etwas zu viel Raum zum Schwindeln und wäre fast dafür bestraft worden. Der Gegner ließ jedoch eine Remisfortsetzung aus und Oskar gewann in einer wilden Partie doch noch. Mein erst 16-jähriger Gegner verteidigte ein schlechteres Dame-Springer-Mittelspiel sehr zäh und verdiente sich schließlich einen halben Punkt.

Wie so oft in dieser Saison hatte Dieter die letzte Partie. Beim Stand von 5,5:1,5 ging es nur noch um die Ehre. Kurz nach der Zeitkontrolle unterlief Dieter in vorteilhafter Position leider ein grober Flüchtigkeitsfehler und die Partie war dahin. Also "nur" 5,5:2,5.

Beim Saisonabschluss im Kaiserhof waren dennoch alle guter Dinge. Platz 3 und der Aufstieg in die Regionalliga sind ein ausgezeichnetes Ergebnis. Wir können mit der Saison zufrieden sein und freuen uns auf die Rückkehr in die Regionalliga.

(td)

07.04.19 (Runde 8): OSC Rheinhausen - SV Wesel 4,5:3,5

In Rheinhausen fuhren wir erstmalig in dieser Saison nach einem knappen Kampf als Verlierer nach Hause.

An einem strahlend schönen Frühlingstag hätte beiden Teams ein 4:4 gereicht, um sich sicher für die neue Regionalliga zu qualifizieren. Es spricht für die sportliche Haltung aller Beteiligten, dass dieses Thema gar nicht erst angesprochen wurde.

Alex und ich gerieten bereits früh in Schwierigkeiten. Er verlor gleich die ganze Partie, was gegen Heiko Schanzenbach (DWZ 2050) keine Schande ist. Ich geriet nach ungenauer Eröffnungsbehandlung unter schrecklichen Druck, verlor nach einer Kombination meines Gegners einen Bauern und kämpfte bereits früh einen ziemlich hoffnunglosen Kampf. Niklas war dafür gut aus den Startlöchern gekommen und auch Jan erhielt bald die Initiative. An den übrigen Brettern konnte ich die Lage nicht einschätzen. Manuel nahm nach 20 Zügen in ausgeglichener Stellung ein Remisangebot seines Gegners an.

Mein Gegner spulte seine Gewinnstellung schnell und sicher herunter, so dass in unserer Partie die Zeitkontrolle bereits nach 3 Stunden erreicht war. Als die Uhr umsprang bekam ich statt einer Stunde nur 30 Minuten hinzu. Ich reklamierte und wir einigten uns darauf, den Kampf sicherheitshalber an allen Brettern kurz zu unterbrechen, um die Einstellung sämtlicher Uhren zu überprüfen. Tatsächlich lag auch bei den anderen die gleiche fehlerhafte Einstellung vor. Nach diesem kurzen Aufreger ging der Kampf weiter.

Die nächste Entscheidung fiel dann bei Niklas, der sich zwischenzeitlich selbst in Schwierigkeiten gebracht hatte, nach einigen ungenauen gegnerischen Zügen aber schließlich doch noch gewinnen konnte. Kurz darauf konnte Jan einen Mattangriff inszenieren und uns mit 2,5:1,5 in  Führung bringen. Leider nicht sehr lange, denn ich musste nach 57 Zügen endlich aufgeben. Christoph einigte sich mit seinem Gegner auf ein Remis und beim Stand von 3:3 spielten nur noch Dieter und Ingo.

In beiden Partien herrschte erhebliche Zeitnot und der Kampf war völlig offen.

Ingo wickelte in ein schwieriges damenloses Mittelspiel ab, in welchem er über 2 Türme und 7 Bauern verfügte und sein Gegner Turm plus Läuferpaar und 5 Bauern hatte. Vielleicht nicht die beste Entscheidung.

Dieter hatte eine Figur für 2 Bauern gewonnen, stand aber passiv und es war überhaupt nicht klar, ob er Vorteil hatte oder nicht. Vielleicht hätte er zuvor doch die Figur zurückgeben und ein vorteilhaftes Dame+Turm-Mittelspiel anstreben sollen.

Ingo verlor in Zeitnot den Faden und seine Bauern gingen nach und nach verloren. Nach dem 40. Zug war seine Stellung eine Ruine und die Partie ging nach einer weiteren Stunde Spielzeit schließlich verloren. Dieter hatte also wieder einmal die letzte Partie. Leider hatte er in Zeitnot einen taktischen Trick ausgelassen, der ihm einen Bauerngewinn beschert hätte. Dachten wir zumindest in der Analyse nach der Partie. Der Computer fand später auch hier Ausgleich für Schwarz. Dieter musste sich nun jedenfalls mit einer verschachtelten Stellung herumquälen, in welcher ihm schließlich nichts anderes blieb, als seine Mehrfigur wieder zurückzugeben. Das entstandene Turmendspiel war jedoch leider ausgeglichen und Eugen Heinert verteidigte sich souverän. Schließlich musste Dieter in das Remis einwilligen und wir hatten verloren.

Es war dennoch ein guter Kampf, nur dieses Mal war das Glück eben nicht auf unserer Seite. Das Ergebnis ist aber kein Beinbruch und mit der gezeigten Leistung können wir leben. Im letzten Spiel brauchen wir nun ein Unentschieden gegen Ratingen III, um den Aufstieg abzusichern.

(td)

17.03.19 (Runde 7): SV Wesel - Sgem. Hochneukirch 4,5:3,5

Der Ersten gelang heute ein ebenso wertvoller wie glücklicher Sieg gegen Hochneukirch. Wertvoll, weil wir damit mit einem Bein in der neuen Regionalliga stehen. Glücklich, weil wir eigentlich hätten verlieren müssen.

Von Anfang an lief es heute etwas anders als sonst. Dieter hatte nicht die letzte Partie, sondern war als erster fertig. Ein Schwarzremis gegen Norbert Eßer ist aber natürlich völlig okay. Kurz darauf dann auch ein Remis bei Christoph.

Danach die erste Entscheidung gegen uns. Oskars Eröffnungsexperiment verlief unglücklich, sein Gegner spielte allerdings auch sehr stark. Manuel gelang kurz darauf der Ausgleich. Ich hatte etwas Glück, dass mein Gegner seine vorteilhafte Stellung nicht konsequent genug ausspielte und konnte kurz vor der Zeitkontrolle einen starken Gegenangriff aufziehen. Mehr als eine Zugwiederholung kam aber nicht dabei heraus. 2,5:2,5.

Christian, Uli und Ingo spielten noch. Uli hatte ein chancenreiches Endspiel mit Mehrbauern, Ingo stand mit drei Minusbauern jenseits von gut und böse. Die Entscheidung würde also wohl bei Christian fallen.

Und es lief nicht gut. Durch eine böse Erkältung gehandicapt verlor Christian in aussichtsreicher Stellung völlig den Faden und stellte zum Schluss eine Figur ein. 2,5:3,5. Das sah nach der Vorentscheidung aus.

Uli verwertete zwar kurze Zeit später seinen Mehrbauern zum Sieg, aber Ingo stand immer noch auf Verlust. Er wehrte sich jedoch mit allem was er hatte gegen die drohende Niederlage.

Der Gegner verlor seine Sicherheit, ließ seinen König an den Rand drängen, und Ingo stiftete mit seinem Turm und den beiden Leichtfiguren soviel Unruhe wie er nur konnte. Bei fortschreitender Zeit und unter dem Druck, die entscheidende Partie zu spielen, wurde der Gegner sichtlich nervös und auch objektiv war es auf einmal kein simpler Gewinn mehr. Schließlich glaubte er, den entscheidenden Durchbruch gefunden zu haben und opferte zwei Bauern für eine Kombination. Dabei übersah er jedoch, dass Ingo den letzten Bauern mit Schach schlagen konnte. Mit einem Königszug wäre die Partie nun remis gewesen, aber das Unglück nahm seinen Lauf. Stattdessen gab er das vermeintlich entscheidende Turmschach, welches jedoch wegen seines im Schach stehenden Königs ein unmöglicher Zug war. Es Griff die "berührt-geführt-Regel", der Turm musste zur Abwehr des Schachgebots auf ein anderes Feld gestellt werden, auf welchem er einfach verloren ging. Die Partie und das gesamte Match waren gekippt. Ingo machte wenig später den Sack zu und gewann die Partie.

Sicherlich ein glücklicher Sieg für uns, aber kämpferisch war es einmal mehr eine gute Leistung des gesamten Teams.

Aus den beiden letzten Wettkämpfen gegen Rheinhausen und Ratingen III genügt nun ein Unentschieden, um den Aufstieg zu sichern.

(td)

17.02.19 (Runde 6): SG Meiderich/Ruhrort - SV Wesel 3,5:4,5

Mit einem knappen Sieg in Meiderich bleibt die Erste auf Regionalliga-Kurs. Erneut war es ein sehr enger Kampf, aber dieses Mal hatte ich den Eindruck, dass auch ein etwas höherer Sieg möglich gewesen wäre.

Nach ausgeglichener Startphase gab es zunächst 4 Remisen von Niklas, Manuel, Oskar und Christoph. Danach ging es zur Sache.

Ich verlor nach gut drei Stunden eine Figur und konnte nur noch im Trüben fischen, war aber an diesem Tag der Einzige, der Probleme hatte. Dieter, Erwin und vor allem Ingo standen sehr gut. Ingo setzte sich schließlich im Königsangriff durch und brachte uns in Führung.

Erwin hatte sich ebenfalls eine klare Gewinnstellung erspielt, versäumte es jedoch, seinem König rechtzeitig ein Luftloch zu verschaffen. Der Gegner bekam dadurch Gegenspiel und schließlich reichte eine kleine Ungenauigkeit, um die Partie zum Remis zu verderben. Ich stand derweil hoffnungslos und musste eine halbe Stunde nach der Zeitkontrolle aufgeben. 3,5:3,5.

Zum Dritten Mal in Folge hatte Dieter eine Must-Win-Situation in der letzten laufenden Partie. Zum dritten Mal gewann er. Vielleicht hatte er die Stellung in Zeitnot nicht optimal behandelt, sein großer Vorteil schrumpfte zunächst zu einem kleinen. Aber Dieter behielt einen Mehbauern und vor allem Spielchancen auf beiden Flügeln. Nach langem manövrieren unterlief seinem Gegner schließlich der entscheidende Fehler, und wir hatten den Kampf gewonnen.

(td)

13.01.19 (Runde 5): SV Wesel - Elberfelder SG II 4,5:3,5

Das neue Jahr begann mit einem knappen Sieg gegen den Tabellenzweiten aus Elberfeld vielversprechend.

Nach ruhigem Auftakt - in drei Partien stand das Londoner System zur Diskussion - wurde es zum Schluss ein heisser Kampf mit mehreren spannenden Zeitnotschlachten.

Jan bekam bereits kurz nach der Eröffnung ein Remisangebot. Zu diesem Zeitpunkt wollte er mit Schwarz gegen einen starken Gegner nicht zuviel riskieren und nahm an. Ingo gewann bald darauf eine Figur für zwei Bauern und Christian erspielte sich eine sehr schöne Angriffsstellung. Manuel und Niklas standen etwas unter Druck, Oskar stand etwas besser, Dieter in einer sehr ruhigen Stellung ausgeglichen und bei mir war es zweischneidig. Im weiteren Verlauf geriet Niklas immer mehr unter Druck, dafür standen Christian und Ingo immer besser. Nach ungefähr drei Stunden war Niklas komplett überspielt und musste aufgeben, eine halbe Stunde später glich Christian aus.

Von den übrigen Partien bekam ich nicht mehr viel mit, da ich nach ungeschickter Partieanlage schlecht stand und auch auf der Uhr unter Druck geriet. Im 24. Zug strandete mein Läufer auf h1, bei gegnerischen Bauern auf f3 und g4 war klar, dass er von dort nie wieder wegkommen würde. Es gab aber noch Schwindelchancen gegen den relativ offenen gegnerischen König und beide Seiten waren mit rund 10 Minuten für die letzten 16 Züge in Zeitnot.

Derweil hatte Manuel remisiert und es stand 2:2. Oskar bekam ebenfalls ein Remisangebot, prüfte kurz die Stellungen der anderen, befand das Ingo auf Gewinn und Dieter besser stand und nahm an. Aber auch Ingo war inzwischen stark in Zeitnot, fand nicht die richtige Fortsetzung und auf einmal war seine Partie wieder völlig offen. Unter Zeitdruck verlor er schließlich den Faden, landete in einem Endspiel mit Springer gegen drei Bauern und musste schließlich sogar aufgeben. 2,5:3,5.

Dafür lief es bei mir gut. Mein Gegner verpasste eine aussichtsreiche Fortsetzung, danach zettelte ich eine wilde und vermutlich nicht ganz korrekte Attacke gegen seinen König an und in Zeitnot war er es schließlich, der als erster daneben griff. Im 40. Zug überschritt er in verlorener Stellung die Bedenkzeit und es stand 3,5:3,5.

Schon wieder hatte Dieter die letzte Partie. Ein gutes Omen für uns. Mit Dame plus Läuferpaar gegen Dame plus Läufer und Springer stand er geringfügig besser und es wurde eine lange Partie. Systematisch erhöhte Dieter den Druck auf die gegnerische Stellung, irgendwann wurden die Damen getauscht und schließlich gewann er einen Bauern. Das Endspiel war immer noch schwierig, aber gegen Ende der 6. Stunde wurde vor allem beim Gegner die Zeit immer knapper. Bereits im Blitzmodus wurde die vorletzte Leichtfigur getauscht und es zeigte sich, dass Dieter im verbliebenen Endspiel mit L+2B gegen L+B eine taktische Lösung in petto hatte, die den Gewinn erzwang. Also 4,5:3,5 für uns.

Der Erfolg war im Kampf um einen der begehrten Aufstiegsplätze dringend nötig. Hinter den mit 10 Punkten überlegen führenden SF Düsseldorf folgen 5 Teams punktgleich mit 6 Mannschaftspunkten. Wir sind aufgrund der schlechteren Brettpunkte aktuell weiterhin nur Sechster, haben aber bereits gegen SFD gespielt.

(td)

09.12.18 (Runde 4): SC Erkrath - SV Wesel 4:4

In einem außerordentlich spannenden Kampf gab es am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden. In fast allen Partien standen unausgewogene Materialverhältnisse zur Diskussion und es gab auf beiden Seiten verpasste Chancen.

Der Wettkampf begann mit einer Stunde Verspätung, da in der Nacht in das Vereinsheim unserer Gastgeber eingebrochen worden war und zunächst Polizei und Spurensicherung am Zug waren. Nachdem diese ihre Arbeit erledigt hatten begann ein sehr intensiver Mannschaftskampf.

Christian gab früh zwei Leichtfiguren für Turm und Bauern, Christoph behandelte die Eröffnung vorzüglich und gewann einen Bauern. Erwin bekam in einer scharfen Stellung mit entgegengesetzten Rochaden im Mittelspiel Probleme, da sein Springer nach a1 zurückgetrieben wurde und für lange Zeit vom Spiel ausgeschlossen war. Ich geriet früh in einen Königsangriff. Im 15. Zug opferte mein Gegner einen Bauern und mein König fühlte sich auf g6 gar nicht wohl. Jan hatte in einer Isolani-Stellung Initiative, Oskar einen sehr scharfen Franzosen auf dem Brett. Niklas Partie war ungefähr ausgeglichen und auch bei Dieter war für mich lange Zeit nicht erkennbar, ob er mehr als Ausgleich hatte.

Jan opferte nach drei Stunden sehr aussichtsreich die Qualität, Oskar bekam nach einer taktischen Abwicklung gute Gewinnchancen und Christoph und Christian standen auf Gewinn. Erwin stand dafür immer noch schlecht und Niklas hatte einen Bauern verloren. Ich bekam nach 3,5 Stunden ein Remisangebot, das ich gerne angenommen hätte. Mein Gegner hatte zwar nur noch drei Minuten für die letzten 12 Züge bis zur Zeitkontrolle, stand aber trotz eines Minusbauern sehr aktiv. In diesem Moment übersah Jan eine gegnerische Mattdrohung und musste aufgeben. Also spielte ich weiter.

Ich bekam noch mit, dass Christoph gewann, Erwin und Niklas jedoch aufgeben mussten. Beim Stand von 1:3 herrschte dann zunächst einmal Zeitnot an den meisten Brettern. Mein Gegner schaffte die Kontrolle mit noch 6 Sekunden auf der Uhr, bei Oskar war es noch knapper. Nach Ausführung des 40. Zuges verblieb ihm genau eine Sekunde. Ein Blick auf die Stellungen enthüllte, dass Christian klar auf Gewinn stand und die übrigen drei Partien noch nicht entschieden waren. Dieter hatte ein kompliziertes Turmendspiel mit einem Mehrbauern. Aber der Gegner verfügte mit zwei Freibauern über Gegenspiel. Oskar hatte ebenfalls ein Turmendspiel mit Mehrbauern, aber sein König stand für ernsthafte Gewinnaussichten zu passiv. Bei mir stand ein Damenendspiel mit L+D gegen S+D auf dem Brett. Mein Läufer war schlechter als sein Springer, dafür hatte ich einen Bauern mehr.

Christian verkürzte schließlich auf 2:3, die übrigen Partien zogen sich noch eine Weile hin. Bei Oskar verschwanden dann bald alle Bauern vom Brett und es wurde Remis. Wenig später war auch in meiner Partie klar, dass sie in einem Dauerschach enden würde. Also auch hier Remis und es stand 3:4.

Dieter hatte die letzte Partie, behielt die Nerven und glich nach 5,5 Stunden zum 4:4 aus. Einmal mehr eine glänzende Vorstellung unseres Spitzenspielers in einer entscheidenden Partie.

(td)

18.11.18 (Runde 3): SV Wesel - Sfr. Vonkeln 4,5:3,5

Gegen Vonkeln machte es die Erste unnötig spannend und hätte fast noch einen bereits sicher geglaubten Sieg verspielt. Es gab einige merkwürdige und ungewöhnlich fehlerhafte Partieverläufe und zum Schluss ein Happy-End für uns. Wegen des Feiertags war der Beginn auf 13 Uhr verlegt worden. Lag es vielleicht daran, dass zum Schluss die Konzentration bei einigen nachließ?

Nominell waren die Gäste an den drei ersten Brettern stärker besetzt als wir, dafür hatten wir an den unteren 5 Brettern DWZ-Vorteile. Aber was sind schon Zahlen? Es kam ganz anders.

Unseren ersten Sieg feierten wir ausgerechnet an Brett 3, wo sich Oskar mit Schwarz gegen den gut 200 DWZ-Punkte stärkeren Uli Perschke bereits nach 2 Stunden kombinatorisch durchsetzen konnte. Für das 2:0 sorgte Dieter eine Stunde später an Brett 1. Sein Sieg gegen Patrick Florath war stark herausgespielt, kam aber nicht ganz so überraschend. Es war gegen diesen Gegner bereits der vierte Sieg in Folge. Auch im Schach gibt es Angstgegner.

An den übrigen Brettern standen wir zu diesem Zeitpunkt so gut, dass man von einem deutlichen Sieg ausgehen musste. Niklas mit zwei Mehbauern im Turmendspiel, Manuel konnte bereits seit mehreren Zügen eine Qualität gewinnen, Christoph und Ingo standen positionell klar überlegen und der Materialvorteil schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Bei mir war es halbwegs ausgeglichen und lediglich Erwin hatte seine zunächst aussichtsreiche Stellung unglücklich behandelt und stand nun schlecht. Er fand schließlich kein Mittel mehr gegen einen weit vorgerückten gegnerischen Freibauern und musste aufgeben. Ich konnte meine Partie kurz darauf in den Remishafen steuern. Wir führten 2,5:1,5, die restlichen Partien sahen sehr gut aus und alles schien glatt zu laufen.

Aber in der Zeitnotphase kam auf einmal Sand ins Getriebe. Zunächst musste Manuel ins Remis einwilligen. Nachdem er die einstehende Qualität seines Gegners 10 Züge lang ignoriert und stattdessen einen zweifelhaften Angriff vorangetrieben hatte stand er zum Schluss sogar schlechter. Dafür konnte Niklas seinen Vorteil verwerten und auf 4:2 erhöhen. Danach patzte Christoph und landete in einem Endspiel mit Qualität weniger. Angesichts einer Mehrfigur bei Ingo machten wir uns immer noch keine Sorgen.

Aber es passierte das Unglaubliche und Ingo stellte einen Zug vor der Zeitkontrolle die Dame ein. Er bekam noch einen Turm dafür und hatte ja vorher schon eine Mehrfigur gehabt, aber trotzdem. Turm und Springer gegen Dame, jeder hatte noch einen Läufer und ein paar Bauern, die Gegnerin sogar einen mehr. Das sah verloren aus. Christoph versuchte währenddessen noch im Trüben zu fischen, aber auch hier standen die Zeichen auf Verlust. Jetzt deutete alles auf ein 4:4 hin.

In der 6. Stunde wurde an beiden Brettern immer noch gekämpft, die Zeit wurde langsam knapp und es gab immer noch einen Funken Hoffnung. Christoph und Ingo taten ihr Möglichstes, um es den Gegnern schwer zu machen. Ingo hatte eine Festung errichtet und seine Gegnerin bemühte sich seit einer Stunde vergeblich um Fortschritte. Christophs Stellung hatte sich währenddessen leider weiter verschlechtert, seine Drohungen waren abgewehrt worden und der materielle Nachteil hatte sich vergrößert. Die Entscheidung würde bei Ingo fallen.

Und sie fiel zu unseren Gunsten. Ingos Festung hielt, er bekam schließlich ein Remisangebot und wir hatten gewonnen. Christophs Niederlage spielte keine Rolle mehr.

(td)

14.10.18 (Runde 2): SF Heinsberg - SV Wesel 4:4

Die weite Reise nach Heinsberg hat sich zumindest teilweise gelohnt. Am Ende eines packenden Wettkampfes konnten wir gegen einen starken Gegner ein Unentschieden retten.

Anfangs lief es ganz gut. Die Stellungen von Alexandr, der bei seinem Debüt in der Ersten gleich einen starken Gegner erwischte, und von Manuel wurden sehr schnell scharf, Erwin stand nach anspruchsloser Eröffnungsbehandlung seines Gegners bereits früh recht gut und Dieter opferte bald einen Bauern für Angriff. Die übrigen Partien waren in dieser Phase noch relativ ausgeglichen.

Erwin hatte nach etwa 2 Stunden seinen Gegner überspielt und uns in Führung gebracht, Oskar eine Qualität erobert. Das sah gut aus.

Christoph bot deshalb in ausgeglichener Stellung remis an, was sein Gegner glücklicherweise ablehnte, denn schon bald drehte sich das Blatt gegen uns. Zunächst geriet Alexandr, der seine Entwicklung zu Gunsten struktureller Erwägungen vernachlässigt hatte,  in einen heftigen Angriff und musste aufgeben. Ich bekam ein Remisangebot, das ich schlecht ablehnen konnte, da ich sah, wie mein Gegner bei Fortsetzung der Partie in Vorteil kommen würde. Also 1,5:1,5.

Als nächster musste sich Manuel geschlagen geben. In einer extrem spannenden Stellung mit zwei offenen Königen hatte sein Gegner leider die besseren Argumente. Aber eine tolle Partie von beiden. Kurz darauf unterlief Oskar in Zeitnot ein Fehler, nach welchem die gegnerischen Figuren ungehindert in seine Stellung eindringen konnten. Als er aufgeben musste schien der Kampf gelaufen zu sein. 1,5:3,5 gegen uns und die drei noch offenen Partien verhießen nicht viel Gutes. Nirgends standen wir besser und eine Niederlage im Bereich zwischen 2:6 und 3,5:4,5 zeichnete sich ab.

Bei Christoph stand ein relativ ausgeglichenes Mittelspiel auf dem Brett, in dem beide Spieler noch über Dame, Springer und ein paar Bauern verfügten. Wahrscheinlich remis.

Dieter hatte noch einen zweiten Bauern ins Geschäft gesteckt, sein Gegner verteidigte sich jedoch umsichtig, gab einen Bauern zurück und die Partie driftete in ein trotz Minusbauer remisliches Turmendspiel. Dieter musste noch um den halben Punkt kämpfen.

Bei Niklas stand das Brett in Flammen. Er hatte einen Turm investiert und dafür einen gefährlichen Freibauern auf der siebten Reihe erhalten. Leider war auch sein Gegner nicht untätig gewesen und hatte ein mindestens ebenso gefährliches Freibauernpaar auf der 2. und 3. Reihe gebildet. Objektiv betrachtet stand Niklas auf Verlust, aber die Lage war kompliziert und beide Könige standen sehr luftig.

Christoph spielte sehr solide und hatte das Glück des Tüchtigen. Sein Gegner verkalkulierte sich und auf einmal stand es nur noch 2,5:3,5. Wir waren wieder im Geschäft.

Nach 5 Stunden war es bei Dieter dann endlich remis und Niklas hatte beim Stand von 3:4 die letzte Partie. Sein Gegner übersah im weiteren Verlauf neben einigen schwierigen Gewinnzügen auch eine gute Gelegenheit, die Stellung bequem zu vereinfachen (das wäre wohl mindestens Remis gewesen, was den Heinsbergern ja gereicht hätte) und ließ stattdessen seinen König an den Rand drängen. Es wurde spannend. In unübersichtlicher Lage und knapp bei Zeit spielten am Ende beide auf Matt und es war schließlich Niklas, der ein hübsches Motiv erspähte und gewann.

Zum Schluss war der Punktgewinn sicherlich glücklich für uns, andererseits hatten zuvor auch wir unsere Chancen nicht gut genutzt. Mich freut besonders, dass heute neben den beiden jüngsten auch unser ältester Spieler gewinnen konnte. Das spricht für eine gute Mischung im Team.

Beim nächsten Mal geht es am 18.11. zu Hause gegen Vonkeln.

(td)

Verbandsklasse Niederrhein, Gruppe 2

19.05.2019 (Runde 9): SV Wesel II - SC Bayer Uerdingen 3:5

Eine unglückliche 3:5 Niederlage besiegelt den Abstieg der 2. Mannschaft

Eigentlich war ich optimistisch, dass wir das erforderliche Unentschieden für den Klassenerhalt schaffen würden, hatten wir zwar auf Matthias verzichten müssen, jedoch mit Armin einen starken Ersatzmann.  Auch Bayer Uerdingen kam mit einem Ersatzspieler.

Leider war es gerade Armin, der nach 2,5 Stunden bereits eine Figur einstellte und nach 17 Zügen aufgeben musste. Eigentlich sollten wir an den unteren 4 Brettern stärker aufgestellt sein und oben möglichst gegenhalten. Dieses Konzept ging leider nicht auf. Zu diesem Zeitpunkt standen aber insbeondere Bert und Michael sehr gut und alle anderen mindestens ausgeglichen. Michael schaffte dann auch den Ausgleich. In einem reinen Dame Turm Endspiel mit einigen Bauern, öffnete sein Gegener seine Königsstellung und Michael konnte im 31. Zug gewinnen. Markus spielte an Brett 3 gegen den deutlich stärkeren Ciax mit Schwarz klug, opferte einen Bauern und bekam so starken Angriff, dass der Uerdinger sein Remisangebot annahm. Erst die Analyse wird zeigen, ob die Stellung eventuell sogar gewonnen war. Dann kam das Remis von Alex, der zum Schluss der Partie Glück hatte, dass sein Gegner einen einfachen Gewinn übersah.

Die nächste Entscheidung fiel an Bett 1. Ich hatte gegen einen ungewöhnlichen Aufbau gegen die Pirc-Verteidigung (g2-3 und Lg2) sehr gutes Gegenspiel am Damenflügel erhalten, tauschte dann verfrüht meinen weissfeldrigen Läufer gegen seinen Springer und musste danach in einer am Damenflügel geschlossenen Stellung gegen seinen Bauernsturm am Königsflügel verteidigen. Mein König wanderte in die Mitte, aber der Druck war groß und ich musste sehr konzentriert verteidigen. Ich kam in Zeitnot, hatte für 4 Züge aber noch 3,5 Minuten. Sein Zug mit dem Springer eröffnete mir die Möglichkeit, entweder eine Figur für Bauern und Qualität zu geben, oder einen Verteidigungszug mit anschließender gedrückter, sehr unangenehmer Stellung zu machen. Bei der Berechnung überschritt ich die Zeit. 2 Züge fehlten mir in die Verlängerung. Der Computer zeigt bei dem passiven Zug sogar einen minimalen Vorteil für Schwarz an; habe ich falsch eingeschätzt. Bei der 3:2 Führung unserer Gäste machte Josef in schlechterer Stellung ein Remis. Aus einer guten Angriffsstellung hatte er nicht viel herausgeholt, verlor im Doppelturm-Springer-Endspiel zunächst einen Bauern und musste für einen Freibauern die Qualität geben. Das Endspiel mit Springer und 2 Bauern gegen Turm und 2 Bauern konnte er dann halten. Die vorletzte Partie endete bei Bert. Nach einem erfolgreichem Angriff konnte Bert Qualiät und Bauern erobern und hatte zudem die deutlich aktivere Stellung. Irgendwie verlor er den Faden, gab erst die Figur für einen Bauern und patzte einzügig die Qualität ein. Die Partie ging dann trotz der Mehrbauern schnell verloren. Damit war unsere Niederlage klar. Krzysztof kämpfte noch einige Zeit mit ungleichen Läufern und jeweils einem Turm, musste aber ins Remis einwilligen.

Wenn die Enttäuschung gesackt ist, werden wir wahrscheinlich auf die Saison doch recht stolz zurückblicken können. Jeder hatte seine Erfolgserlebnisse und als DWZ-schwächste Mannschaft (Marc, Mirko und Hans-Georg kann man nicht rechnen) haben wir immerhin 33 Brettpunkte geholt. Erfolgreichster Spieler ist unser Neuzugang Alex mit 4,5 aus 7 und auch Avdi als Ersatzspieler glänzt mit 2,5/3. Bert liegt mit 4/7 über 50 %. Genau die Hälfte erzielte Michael mit einem starken Endspurt in den letzten 3 Runden.

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28.04.2019 (Runde 8): ESK WD Wedau - SV Wesel II 4,5:3,5

Duisburg bringt uns diese Saison einfach kein Glück. Trotz guten Anfangs verloren wir denkbar knapp, wobei gleich 4 Spieler wohl einen halben Punkt legen gelassen haben. Beide Mannschaften spielten nicht in Bestbesetzung; bei uns fehlten Matthias und Markus, bei den Duisburgern Brett 5, 7 und 8.

Als erster remisierte Michael in einer materiell ausgeglichenen Stellung, wobei bis auf die Damen allerdings noch alle Figuren auf dem Brett waren. Dann erspielte Alex einen schnellen Sieg, als er Bauer und Qualität mit Schwarz gewann. Ansonsten sah es überall recht ordentlich aus. Auch ich hatte wieder eine gute Eröffnung aufs Brett bekommen und mein Gegner meinte nach der Partie, dass er Glück hatte. Sein Glück war allerdings ein böser Patzer von mir. Ich hatte eine einfache Abtauschvariante gesehen, die in eine mindestens gleichstehendes Endspiel überleiten sollte. Leider machte Mietner einen Zwischenzug mit einer einfachen Mattdrohung. Die hätte ich durch einen Läuferrückzug nach f1 parieren können und es wäre nichts passiert. Ich zog stattdessen lieber f3, wonach er einen Bauern mit Schach schlagen und anschließend meinen Läufer verspeisen konnte. Ich bekam noch einen Bauern dafür, aber ein paar Züge später musste ich einsehen, dass Weiterspielen zwecklos war. Bert brachte uns dann erneut in Führung. Sein Gegner hatte eine Figur für das Eindringen der Dame am Damenflügel nach langer Rochade ins Geschäft gesteckt. Er verteidigte sich geschickt und konnte mattsetzen.

Josef machte dann Remis in einem Schwerfigurenendspiel. Das war aus meiner Sicht gut, denn er musste einen gedeckten Freibauern blockieren und hatte nur die halboffenen a-Linie als Kompensation. Krzyzstof hatte sich inzwischen selbst in Schwierigkeiten gebracht und stand sehr gedrückt. Harald hatte bis dahin auch gut gespielt und ein Turmendspiel plus ungleichfarbige Läufer erreicht, allerdings hatte er dem Gegner einen gedeckten Freibauern überlassen müssen. Avdi hatte eine echt erfolgversprechende Stellung. Es reichte dann nur zum Remis, so dass es 3,5 zu 2,5 für uns stand. Unser 2. Brett beging dann ebenfalls einen bösen Fehler, der die Dame für den Turm kostete, was Krzyzstof zur sofortigen Aufgabe veranlasste. Aber die Stellung wäre schwierig zu halten gewesen, obwohl noch Gegenchancen da waren. Bei Harald hatte sich bis dahin nicht viel verändert. Der Weiße drohte aber einen Durchbruch und sich verbundene Freibauern zu verschaffen. Harald unterschätzte wohl diese Drohung oder übersah sie. Er zog seinen Läufer weg, der das Durchbruchsfeld überwachte, um einen Bauern anzugreifen Er kam aber durch den folgenden Durchbruch gar nicht mehr dazu. Gegen die verbundenen Freibauern gab es nur einmal eine Gegenchance durch ein Bauernopfer, das bei Annahme die Freibauern zerrissen hätte und bei Ablehnung den weißfeldrigen Läufer vorübergehend ausgesperrt hätte. Danach war die Partie nicht mehr zu halten. Schade, da fehlte die Erfahrung.

Sollte Uerdingen gegen den Tabellenführer heute verlieren, würden wir immer noch auf einem Nichtabstiegsplatz stehen und hätten in der letzten Runde die Chance, aus eigener Kraft noch den Klassenerhalt zu schaffen. Die punktgleichen Wedauer spielen gegen die inzwischen ebenfalls abstiegsgefährdeten Elberfelder, die auch nur einen Punkt mehr haben als wir.

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24.03.2019 (Runde 7): SV Wesel II - SG Nettetal 4:4

Die drei letzten Runden bestreitet die 2. Mannschaft gegen Vereine aus dem unteren Tabellendrittel. Entsprechend wichtig sind die Wettkämpfe. Heute waren wir zumindest teilweise erfolgreich, im Nachhinein war das 4:4 wohl auch leistungsgerecht. Nettetal spielte fast in Bestbesetzung, während wir mit Armin und Florian zwei - allerdings recht spielstarke – Ersatzleute aufboten.

Diesmal war ich als erster fertig. 17 Züge und etwas mehr als 2 Stunden dauerte es, bis ich ein Remisangebot meines Gegenüber annahm. Nach ungewöhnlicher Eröffnungsbehandlung bekam ich einen Doppelbauern, erhielt aber das Läuferpaar. Das reichte, um gutes Gegenspiel zu erhalten, zumal Jürgen Daniel mit seinem König in der Mitte geblieben war. Mal sehen, was die Analyse zeigt. Zu diesem Zeitpunkt standen alle recht solide. Markus geriet allerdings nach einem vorübergehenden Läuferopfer seines Kontrahenten in Schwierigkeiten und musste erst die Qualität, später noch einen Bauern geben, ehe er aufgab. Inzwischen hatte Florian einen schönen Angriff entwickelt und stand überlegen und auch Michael spielte eine gute, strategisch klug angelegte Partie. Die nächste Entscheidung fiel bei Armin in ausgeglichener Stellung mit remis und auch Alex konnte einen Freibauern nicht verwerten und musste in die Punkteteilung einwilligen. Inzwischen war Matthias gegen seinen spielstarken Gegner ins Hintertreffen geraten und musste nach Qualitäts- und Bauernverlust die Segel streichen. Noch angeschlagen von einer Erkältung hatte er sich der Mannschaft zur Verfügung gestellt; alle Achtung! Trotzdem hoffte ich auf einen Sieg, denn Florian kam zwar mit seinem Angriff nicht durch, hatte aber ein objektiv gewonnenes Turmendspiel mit 3 gegen 1 Bauern. Michael konnte einen Freibauern auf die 7. Reihe bringen und erzwang damit den "Anschlusstreffer" zum 2,5 zu 3,5. Krzysztof hatte inzwischen aus einer sehr remislichen Stellung ein sehr gut stehendes Turmendspiel mit Mehrbauern gemacht, weil der Gegner nicht die besten Züge in der Verteidigung spielte. Leider musste Florian dann nach einem Fehlzug, der den Turmtausch herbeiführte und einen Bauern verlor, ins Remis einwilligen. Schade!

Krzysztof musste sich dann aber nicht mehr lange mühen und schaffte mit seinem Sieg noch den verdienten Ausgleich. Mit unseren beiden nächsten Gegnern sind wir nun punktgleich und stehen nur aufgrund der etwas besseren Brettpunkte auf einem Nichtabstiegsplatz.

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24.02.2019 (Runde 6): SG Neuss - SV Wesel II 2:6

Gegen Neuss hatten wir uns vorher wirklich etwas ausgerechnet, denn obwohl sie auf Rang 4 der Tabelle stehen, haben sie fast nur gegen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte gespielt. Die beiden ersten Bretter der Gastgeber kamen wegen einer Wagenpanne ca. 1/4 Stunde zu spät, was aber keine großen Auswirkungen hatte.

Bei meinem ersten Rundgang standen dann alle Weseler Bretter solide oder sogar schon besser. Es lief auch richtig gut, denn nach 2 Stunden gingen wir bereits 3:0 in Führung. Zuerst gewann Alex, der 2 Bauern gewonnen hatte. Sein Gegner gab frustriert auf, obwohl jeder Spieler noch 3 Figuren außer den Bauern hatte und man sicher noch hätte weiter spielen können. Besonders erfreulich, dass Markus seinen ersten Sieg holte. Sein Neusser Gegenüber hatte eine sehr offene Stellung auf beiden Flügeln, aber ein mächtiges Bauernzentrum. Markus spielte das sehr diszipliniert und erzwang die Aufgabe. Unser Ersatzmann Avdi machte es ihm dann nach. Er hatte zunächst die Qualität gewonnen, dann gab der Gegner noch eine Leichtfigur um evtl. mit einem starken Freibauern noch Gegenchancen zu erhalten. Avdi konnte den Bauern  mit einem Zug stoppen und drohte gleichzeitig ein undeckbares Matt.

Dann erhielt Matthias ein Remisangebot, was er annehmen konnte bei dem Stand. Aber auch seine Stellung mit 3 zentralen Bauern machte einen hervorragenden Eindruck. Krzysztof hatte eine undurchsichtige Stellung mit verteilten Chancen und bei mir hatte ich eine günstige Abwicklung gewählt, die mir eine Turmverdoppelung auf der einzigen freien Linie garantierte. Es störte nur ein schwarzer Freibauer auf c4. Bert hatte nach einem Standard-Qualitätsopfer Gegenspiel erhalten und konnte dann durch einen schönen Zug einen ganzen Turm erobern, aber sein Gegner verteidigte sich hartnäckig. Nur Josef hatte seine ausgeglichene Stellung etwas verdorben und spielte mit Turm und Mehrbauern gegen 2 Leichtfiguren. Ich sah die Partie als verlustträchtig an, als ich  dann ein Remisangebot in einer Stellung bekam, die ich für mich als besser einschätzte. Gleiches passierte am Nebenbrett bei Krzysztof , was mich dann ebenfalls zur Annahme animierte, denn dadurch war der Mannschaftssieg gesichert. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass Josef schon ein Remisangebot angenommen hatte, hätte ich weitergespielt. Die Analyse zeigte bei dem geplanten Zug + 1,5 Bauerneinheiten für ich, bei dem besten Zug sogar 1,74. Die geplante Erwiderung meines Kontrahenten mit Damentausch erbrachte dann sogar 1,84 BE.

So spielte dann noch Bert, der seinen Materialvorteil dann sicher verwertete und das 6:2 sicher stellte.

Damit sind unsere Chancen auf einen Klassenerhalt natürlich weiter gestiegen, auch wenn Neuss immer noch 2 Punkte mehr als wir auf dem Konto hat..

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20.01.2019 (Runde 5): SV Wesel II - Uedemer SC II 3:5

Unser Gast, die 2. Mannschaft aus Uedem, blieb auch heute ungeschlagen. Ohne unser ehemaliges Mitglied Reinhard traten sie sonst in Bestbesetzung an. Leider hatte Mirko am Donnerstag abgesagt, ansonsten waren wir komplett.

Die erste Stunde war ich noch hoffnungsvoll, denn alle standen ordentlich. Michael hatte einen Bauern auf a7 gefressen und bekam erfolgreich seinen Springer dort wieder raus. Bert hatte nach langer Rochade einen Bauernsturm am Königsflügel inszeniert, der sehr gut aussah. Alles andere war in der Remisbreite. Bei meinem nächsten Rundgang sah ich gerade, wie Michael auf a1 einen ganzen Turm einfach einstellte. Schachblindheit; der Läufer auf g7 war auch ganz weit weg. Dann gab es in ausgeglichener Stellung ein Remis von Josef.

Nächster Rundgang. Markus hatte Entwicklungsnachteil und verlor die Dame für Turm und Leichtfigur. Vorher hatte er eine recht interessante Angriffsstellung auf dem Brett. Ich konnte dann auf 1,5 zu 2,5 verkürzen. Mein junger Kontrahent hatte mit f4 und g4 einen Bauernaufmarsch am Königsflügel losgelassen, dafür aber einen rückständigen Bauern auf e3 in Kauf genommen. Nach interessanten Verwicklungen schlug er mit dem falschen Bauern zurück, so dass meine Türme über e4 in die weiße Königsstellung eindringen und einen Bauern erobern konnten. Nach dem Tausch aller Schwerfiguren hatte ich ein Endspiel „Guter Springer gegen schlechter Läufer“ mit Mehrbauern. Ein einfach gewonnenes Match für mich.

Nächster Rundgang: Bert hatte seinen Angriff nicht durchbringen können und verlor gerade seinen 2. Bauern. Markus hatte weiteres Material verloren und musste aufgeben. Matthias hatte ein remisliches Läuferendspiel mit 4 gegen 3 Bauern am Königsflügel, der Gegner einen Freibauern auf der b-Linie. Alex hatte nach einem Figurenopfer des Uedemer Spielers ein Endspiel mit Dame und Läufer gegen Dame. Die vielleicht spannendste Stellung war an Brett 2 bei Krzysztof gegen den 16-jährigen Fynn Pauls auf dem Brett. Einen Bauern weniger suchte er die Schwindelchancen.

Dann gab es ein Remis bei Alex, der zwar einen Bauern erobert hatte, aber mit falschem Läufer und Randbauern gegen 2 Bauern gab es keinen Gewinn mehr.

Es ging nun in die 6. Stunde, als auch Matthias remis spielte, was wohl objektiv gerechtfertigt war. Bert kämpfte bis kurz vor Ende auf verlorenem Posten und gab dann auf. An Brett 2 lief die letzte Partie bei inzwischen sehr knapper Bedenkzeit. Es war einiges getauscht worden und Krzysztof musste ein Turmendspiel mit 1 gegen 3 Bauern verteidigen. Das machte er aber sehr gut, so dass nach dem möglichen Tausch zweier Bauern ein weiterer erobert worden wäre mit Abholung des letzten Bauern auf Grund der näheren Königsstellung.

So unterlagen wir 3:5 und rutschten erstmalig in der Saison auf einen Abstiegsplatz. Da wollen wir natürlich nicht bleiben und hoffen auf einen Punktgewinn in Neuss.

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16.12.2018 (Runde 4): BvK Duisburg - SV Wesel II 4,5:3,5

Knapp an der Sensation vorbei – und dann doch knappe Niederlage gegen den Tabellenführer

Ohne große Hoffnung fuhren wir zum ungeschlagenen Tabellenführer. Mit Mirko, Krzyzstof und Alex fehlten gleich drei starke Spieler. Als Ersatz sprangen Florian und Helmut ein. Die Duisburger sielten mit 2 Stammersatz, was aber immer noch reichte, um ein Kräfteverhältnis von mindestens 200 DWZ-Punkten mehr an jedem Brett herzustellen.

Nach anderthalb Stunden stand aber alles gut für uns. Josef stand sogar mit der Turmverdoppelung auf der offenen c-Linie besser und sonst sah es weitgehend ausgeglichen aus. Nach einer weiteren Stunde stand Josefs Läufer gefangen auf c7 und er hatte einen wichtigen Bauern verloren. So lagen wir schnell mit 1:0 hinten. Markus kam in einer französischen Partie nach und nach unter starken Druck gegen Potempa (DWZ 2090, als fast 400 Punkte weniger). Die Folge war das 2:0. Bert hatte inzwischen einen Bauernsturm am Königsflügel losgelassen, wobei sein König auf h1 allerdings wegen der kritischen Diagonale gefährdet war. Auch Florian war in einen heftigen Königsangriff nach der langen Rochade geraten. Helmut, Matthias und Michael standen aber ganz ordentlich. Dann konnte ich auf 2:1 verkürzen. Nach einem vorübergehenden Bauernopfer im Königsfianchetto meines Gegenüber und einem Rückopfer sofort hatte ich die Bauernstruktur auf dem Damenflügel zerstört, musste aber immer auf die halboffenen b-Linie achten. Ich konnte mit einfachen Zügen immer neue Drohungen schaffen, die aber zunächst alle abgewehrt wurden. An einer Stelle hätte ein Kontrahent stärker mit f5 agieren sollen, was aber die Königsstellung sehr geöffnet hätte. Nach einem vorübergehenden Qualitätsopfer des Duisburgers konnte ich einen Bauern gewinnen und in der folgenden Abwicklung mit Generalabtausch einen zweiten. Im verbleibenden Turm –Leichtfigur Endspiel reichten einige Züge mit meinem verbundenen Freibauernpaar, um Opisiak zur Aufgabe zu bringen. Dann kamen leider Niederlagen von Michael (verlor gegen gegnerischen Freibauern auf der 7. Reihe eine Figur) und Matthias, der in Zeitnot mit Materialverlust aufgeben musste, als sein Königsangriff nicht durchschlug. Beim Stande von 4:1 war aber nichts entschieden, denn erst verkürzte Bert, der Glück hatte, weil sein Gegner mehrmals bessere Züge nicht fand und letztlich ein einzügiges Matt übersah. Zuletzt spielten noch unsere Ersatzleute und es dauerte über 5 Stunden, bis Helmut sich durchsetzen konnte. Das Interessanteste war, als er ein Dauerschach verhindern konnte, indem er eine Figur zurückopferte und die Dame damit ablenkte. Obwohl sie mit Schach schlagen konnte, reichte der Zeitverlust, dass Helmut anschließend in 2 Zügen mattsetzte und auf 3:4 verkürzte.  Florian hatte inzwischen viel tauschen können und nach ungenauem Spiel seines Gegners ein Turmendspiel mit Mehrbauern auf dem Brett. Die Computer sehen einen klaren Gewinnweg lt. Bert, der die Stellung bereits analysiert hat. In unserer menschlichen Analyse im Verein nach der Rückfahrt haben wir den Gewinnweg aber auch nicht gefunden.

Die Niederlage war aber insgesamt nicht unverdient, denn sowohl Bert als auch Florian hatten das Glück des Tüchtigen, weil die Duisburger an Brett 3 und 7 nicht eben die besten Züge fanden. Trotzdem eine hervorragende Leistung aller, weil die ganze Mannschaft erbittert gekämpft hat und besonderes Lob gebührt unseren beiden Ersatzleuten.

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11.11.2018 (Runde 3): SV Wesel II - Düsseldorfer SK IV 2:6

Verdiente 2:6 Niederlage gegen starken Gegner.

Trotz Karneval kamen die Düsseldorfer in nahezu Bestbesetzung und waren uns DWZ-mäßig deutlich überlegen. Als erstes verlor Markus. Ein Abbild seiner Niederlage in der ersten Runde. Er geriet in eine Fesselung und verlor wesentliches Material. Dann verloren Josef, von dessen Niederlage ich nicht viel mitbekommen habe, und Michael, der ebenfalls Material einbüßte. Den ersten Siegpunkt holte Bert. Sein Gegenüber machte bereits in der Eröffnung seltsame Züge, die ihn 2 Bauern kosteten, ohne dass er Kompensation bekommen hätte. Bert setzte dann sogar mit Springer und 2 Türmen matt. Leider verlor ich dann meine Partie. In der Eröffnung zu optimistisch vorgegangen bekam ich zwar das Läuferpaar, dafür aber eine grauenvolle Bauernstruktur nach dem erzwungenen Damentausch. Die entstehenden Komplikationen hatte ich nicht genügend bei meiner Vorausberechnung erkannt. Letztlich brachte ein schönes Turm-Lenkungsopfer die Entscheidung. Meine gewählte Fortsetzung durch Ablehnung des Opfers beendete allerdings die Partie unnötigerweise sehr schnell. Als nächstes musste Aleksandr die Waffen strecken. Auch er hatte eine Figur weniger und keinerlei Kompensation. Beim Stande von 5 zu 1 gewann Matthias seine Partie an Brett 6 mit einem schönen Mattangriff. Zuletzt spielte Krzysztof, der bis dahin eine sehr ansprechende Partie gegen Reinartz (DWZ 2020) hinbekommen.  Er landete in einem materiell ausgeglichenen Endspiel. Der Springer des Düsseldorfers war seinem Läufer überlegen und der auf a6 vorgeschobene Bauer von Weiß reichte nicht aus. Schwer zu sagen, ob es objektiv remis zu halten war. An der Niederlage der Mannschaft hätte es nichts geändert.

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Bezirksklasse

26.05.19 (Runde 10): TV Mehrhoog II - SV Wesel III 4,5:3,5

Der Dritten ging gegen Ende der Saison etwas die Luft aus, aber es reichte dennoch zum Aufstieg.

Zum Abschluss der Saison setzte es die einzige Niederlage. Harald Wiens, Sarah Höpken und Alexander Putzmann konnten ihre Partien gewinnen und Armin Becker erzielte am Spitzenbrett sein 8. Remis.

Die übrigen Partien gingen leider verloren.

(td)

05.05.19 (Runde 9): SV Wesel III - Turm Kamp-Lintfort III 4:4

Die Dritte steigt auf in die Bezirksliga

Die Dritte sicherte sich mit einem Unentschieden gegen Verfolger Kamp-Lintfort III bereits eine Runde vor Schluss den Aufstieg in die Bezirksliga. Michael Schleich und Max Stratenwerth konnten ihre Partien gewinnen, Armin Becker, Harald Wiens, Helmut Brehme und Markus Hoffmann steuerten ein Remis bei und Florian Ebbers sowie Alexander Putzmann mussten sich geschlagen geben.

Für Florian war es nach zuvor 8 Siegen in Folge die erste Niederlage. Sehr schade, da sie aus klar vorteilhafter Stellung zustande kam und er seine bis dahin fantastische Saison natürlich gerne mit blütenweißer Weste abgeschlossen hätte.

(td)

10.02.19 (Runde 6): SV Wesel III - SF Moers IV 6:2

Zum Auftakt der Rückrunde übernahm die Dritte die Tabellenführung.

Mit Abstand erfolgreichster Spieler ist Florian Ebbers, der auch seine sechste Partie in Folge gewinnen konnte.

(td)

04.11.18 (Runde 3): Viktoria Alpen - SV Wesel III 2,5:5,5

14.10.18 (Runde 2): SV Wesel III - SK Xanten II 7:1

...

(td)

Viererpokal

11.11.18 (Runde 1): SV Wesel - FC Viktoria Alpen 4:0

In der Besetzung Dickmann, Braun, Krebel , Schumann gelang gegen Alpen ein standesgemäßer Sieg. Lediglich am 1. Brett war es recht knapp und die Entscheidung fiel erst in der Zeitnotphase.

Das Halbfinale gegen Moers findet am 16.12. statt.

(td)

Saison 2017/18

Zum aktuellen Bericht aus der Verbandsliga Verbandsklasse Bezirksliga Bezirksklasse Viererpokal

Verbandsliga Niederrhein, Gruppe 2

15.04.18 (Runde 9): SG Meiderich/Ruhrort - SV Wesel 4:4

Zum Saisonabschluss in Duisburg trat die Erste mit nur sechs Spielern an. Bert Plischke und Matthias Trost rückten aus der Zweiten nach, dennoch mussten wir 2 Bretter unbesetzt lassen, da zusätzlich zu den vielen Absagen sich Mirko im letzten Moment auch noch krank meldete.

Das letzte Aufgebot kämpfte wacker. Bert verkürzte den Rückstand nach 2 Stunden auf 1:2, Matthias ließ kurz darauf ein Remis folgen. Ich verfügte derweil über einen soliden Mehrbauern, Oskar stand verdächtig und bei Dieter und Christoph konnte ich die Lage nicht genau einschätzen.

In der Zeitnotphase beeindruckte mich mein Gegner damit, seine letzten 10 Züge innerhalb von 20 Sekunden herunterzublitzen, ohne dabei etwas einzustellen. Ich behielt jedoch meinen Mehrbauern. Währenddessen konnte Dieter seine Partie gewinnen und Oskar kam zu Gegenspiel. Christoph hatte nach der Zeitkontrolle eine Qualität für 2 Bauern, aber nicht mehr als Ausgleich. Beim Stand von 2,5:2,5 boten uns die Gegner für die drei noch offenen Bretter Remis an, welches wir nach kurzem Nachdenken akzeptierten. Wäre es noch um etwas gegangen hätten wir sicherlich weitergespielt. So lockte das Abschlussessen im Kaiserhof stärker als 2 zusätzliche Stunden Kampf.

Dieter spielte mit 7,5 Punkten aus 8 Partien eine herausragende Saison, alle anderen blieben ungefähr im Rahmen der Erwartungen. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass wir trotz 15(!) Einsätzen von Spielern aus der Zweiten 3 Partien kampflos abgeben mussten. So darf es in der nächsten Saison nicht weitergehen.

(td)

18.03.18 (Runde 8): SV Wesel - SC Kevelaer 4:4

In einem packenden Kampf kam die Erste nicht über ein Unentschieden gegen Kevelaer hinaus, das am Ende sogar noch glücklich ausfiel. Mit diesem Ergebnis ist die letzte Chance auf den Aufstieg dahin, unsere Gäste können dafür eine Runde vor Schluss den Klassenerhalt feiern.

Von der Aufstellung her waren wir an den oberen Brettern favorisiert, obwohl Olav und Dieter nicht dabei waren. An den unteren Brettern war Kevelaer stärker besetzt als wir.

Alle Partien waren hart umkämpft und es gab kein einziges schnelles Ergebnis. Krzysztof opferte früh eine Figur für zwei Bauern und Königsangriff, drang aber nicht durch und landete in einem komplizierten Endspiel. Christoph erspielte sich eine optisch sehr schöne Angriffsstellung, um Martin und Jan musste man sich keine Sorgen machen und Oskar spielte gegen den auch in Wesel bekannten Wolfgang Grube eine sehr ansprechende Partie. Uli und Mirko standen für meine Begriffe etwas schlechter, aber durchaus solide, und bei mir sah es sehr ausgeglichen aus. So bot ich nach 20 Zügen Remis an, was jedoch mit Verweis auf den Spielstand an den übrigen Brettern abgelehnt wurde. Ich war wohl etwas zu sorglos und driftete danach langsam in ein etwas schlechteres Endspiel ab.

Die ersten Entscheidungen fielen an den Spitzenbrettern. Martin und Jan setzten sich mit schönen Kombinationen nach 3 1/2 Stunden Spielzeit durch. Besonders Martins Kombination ist echt sehenswert und wird das Rätsel des Monats für April. Kurz darauf zwei Zeitnotdramen. Oskar kombinierte seinen Gegner aus und sorgte für das 3:0, Christoph hatte weniger Glück, geriet in einen Gegenangriff und musste die Waffen strecken. Mit 3:1 ging es in die fünfte Stunde, aber es sah nicht mehr so gut aus. Mirko hatte eine Qualität weniger und nur noch vage Hoffnungen, ich hatte ebenfalls einen Bauern verloren und Krzysztof stand trotz seiner 3 Bauern gegen eine Figur auf Verlust. Auch Uli hatte ein etwas schlechteres Springerendspiel auf dem Brett, da musste man sich schon fragen, woher der Punkt für das Unentschieden noch kommen sollte. An einen Sieg war kaum noch zu denken.

Uli konnte sein Springerendspiel dann zumindest halten, Mirko und Krzysztof mussten sich jedoch geschlagen geben und beim Stand von 3,5:3,5 hatte ich die letzte Partie. Leider aber keine gute Stellung, da ich notgedrungen für aktives Gegenspiel einen zweiten Bauern ins Geschäft gesteckt hatte. Beide Parteien hatten noch Läufer und Springer, mein Gegner zusätzlich noch 2 Bauern auf der h- und f-Linie. Meine Gegenchancen fussten auf einer aktiven Königsstellung und erneut einsetzender Zeitnot, seine Chancen beruhten auf der Gleichfarbigkeit der Läufer und dem "richtigen" Randbauern. Als beide Seiten in den Blitzmodus wechseln mussten hatte ich das Glück, mit einer kleinen Kombination einen Bauern eliminieren zu können und in ein technisches Remis mit Springer gegen Läufer und Randbauern abwickeln zu können. Also wenigstens noch ein Mannschaftsremis gerettet.

Gerresheim und PSV Duisburg schlachteten ihre jeweiligen Gegner locker ab, so dass sich das Thema Aufstieg für uns eine Runde vor Schluss endgültig erledigt hat.

(td)

25.02.18 (Runde 7): SF Vonkeln - SV Wesel 3:5

Mannschaftskämpfe im Winter in Vonkeln waren schon immer speziell. Der diesjährige hat trotz sportlicher Bedeutungslosigkeit das Zeug zur Legende und mein persönlicher Held ist Avdi Rama. Ich habe es in fast 40 Jahren Turnierschach noch nie erlebt, dass ein Mannschaftskampf am Rande des Abbruchs stand, dieses Mal wäre es fast soweit gekommen.

Der Reihe nach:

Die Anfahrt war wie immer ein Abenteuer. Dieter beherzigte die Warnung des gegnerischen Mannschaftsführers und ließ sein Auto am Rande des Zufahrtswegs stehen. Beim anschließenden Weg zum Spielort stürzte Avdi auf dem völlig vereisten Feldweg. Keine Kleinigkeit für einen über 70-jährigen, aber er biss die Zähne zusammen und hielt durch. Ich fuhr mit dem Auto bis zur Hütte und kassierte dabei ein paar Kratzer am Unterboden, dafür gab es keine weiteren Verletzten. Um es mal ganz klar zu sagen: Jedes andere Sportereignis wäre im Vorfeld wegen Unbefahrbarkeit der Zufahrtswege abgesagt worden. Zumal auch der Fußweg zum außerhalb liegenden Toilettenhäuschen gefährlich vereist und nur unzureichend gestreut war.

Bei der Begrüßung erwähnten wir den Sturz, traten aber ohne weitere Diskussion an. Beim nächsten derartigen Vorfall werde ich die Reissleine ziehen und abbrechen. Falls wir dort überhaupt noch einmal antreten, das müssen wir intern nochmal beraten, wenn wir ein wenig Abstand zu diesem Wettkampf haben.

Wir waren mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft angereist und rechneten uns nicht viel aus. Den Aufstieg hatten wir eh abgeschrieben und die Stimmung war entspannt. Oskar war gerade zurück aus Afrika und noch halb im Urlaubsmodus, Mirko und Erwin hatten kaum geschlafen.

Dann lief es jedoch sehr gut. Erwin, Reinhard und Dieter spielten tolle Angriffspartien und sorgten für eine komfortable 3:0-Führung. Bereits zu diesem Zeitpunkt fielen die ersten bösen Worte, weil Avdi angeblich zu laut war. Besonders der gegnerische Spitzenspieler trug einiges dazu bei, die Atmosphäre zu vergiften, bekam aber von Reinhard und mir Kontra. Avdi hatte Schmerzen!

Die übrigen Partien gingen in die fünfte Stunde. Christian, Avdi und ich standen schlecht, Mirkos Endspiel war unklar und Oskar hatte einen soliden Mehrbauern im Turmendspiel. Christian konnte sich dann mit etwas Glück ins Remis retten, Mirko fand eine 7-zügige Remiskombination. Also 4:1 und Oskar spielte in einem Turmendspiel mit 2 Bauern gegen einen nur noch um Sieg oder Remis. Da spielten meine Verluststellung und das Drama an Avdis Brett keine Rolle mehr.

Avdis Gegner geriet zum zweiten Mal in fürchterliche Zeitnot, stand aber besser. Avdi bekam es in der Aufregung nicht mehr hin, seine Züge ordentlich aufzuschreiben. Dafür gab es nach einigen lautstarken Reklamationen des gegnerischen Spielführeres eine Zeitgutschrift von 2 Minuten für den Gegner. Nicht nett, aber regelkonform. Ich übergab das Amt des Mannschaftskapitäns wegen meiner noch laufenden Partie an Dieter, der allein mit seiner Präsenz dafür sorgte, dass es an Brett 8 ordentlich zu Ende ging. Über weitere böse Worte und ein nebenan umherfliegendes Schachbrett will ich hier lieber den Mantel des Schweigens breiten. Ich habe die Turbulenzen auch nur am Rande mitbekommen.

Sportlich fiel die Entscheidung unspektakulär. Ich musste nach 61. Zügen aufgeben und Oskar gewann kurz danach die entscheidende Partie zum 5:2.

Das Drama am 8. Brett dauerte am längsten. Avdis Gegner schaffte es schließlich, mit nur noch 10 Sekunden auf der Uhr mattzusetzen. Ein würdiger Schlusspunkt hinter einem turbulenten Mannschaftskampf. Die beiden Spieler hatten überhaupt kein Problem damit, sich nach der Partie die Hand zu geben und respektvoll miteinander umzugehen. Andere diskutierten derweil die Frage nach dem unsportlichsten Spieler des Tages.

Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft, die sich in einem schwierigen Umfeld toll behauptet hat.

(td)

04.02.18 (Runde 6): SV Wesel - PSV Duisburg 3,5:4,5

Gegen Duisburg fehlten mit Martin, Thomas, Reinhard und Christoph von vorneherein mehrere Stammspieler, dann fiel auch Christian noch kurzfristg aus, so dass es schien, als ob wir mal wieder zu siebt antreten müssten.

Daraufhin sprang Reinhard kurzentschlossen ein, obwohl er nur bis 13 Uhr Zeit hatte und daher sehr schnell spielen musste. Das klappte wunderbar, um kurz nach 12 hatte er bereits gewonnen.

Dieter gewann kurz darauf ebenfalls, Jan nahm ein Remisangebot an, also 2,5:0,5. Der Start war gelungen, danach kam  aber leider nicht mehr viel.

Mirko und Oskar waren nicht so gut ins Spiel gekommen und verloren ihre Partien. Uli hatte einen schlechten Läufer plus Turm gegen Turm und Springer, konnte jedoch nach einigen ungenauen Zügen des Gegners trotzdem gewinnen. Olav wurde von seinem starken Gegner im Endspiel bezwungen. Es stand 3,5:3,5 und nur noch Ingo spielte.

Ein 4:4 hätte der Mannschaft wenig genützt und Ingo hatte die minimal aktivere Stellung. Er wollte in der verkeilten, objektiv bestimmt ausgeglichen Position eigentlich lieber Remis machen, spielte aber nach Rücksprache mit Mirko weiter. Irgendwann stand er auch besser, ließ dann aber die Gelegenheit zur Abwicklung in ein mindestens unverlierbares Endspiel mit Mehrbauern in Form eines gedeckten Freibauern aus. Stattdessen drangen die gegnerischen Schwerfiguren kurz darauf in seine Stellung ein und Ingo musste bald aufgeben. Sehr schade.

Das war's dann wohl mit dem Aufstieg diese Saison. :-/

(td nach Angaben von ob und rm)

Verbandsklasse Niederrhein, Gruppe 3

03.06.18 Düsseldorfer SV II - SV Wesel II 5:3

Klassenerhalt geschafft

Im letzten Kampf der Saison benötigte die zweite Mannschaft ein Unentschieden, um ganz sicher in der Verbandsklasse bleiben zu können. Letztlich wurde der Klassenerhalt trotz der 3:5 Niederlage gesichert, da sowohl Rheinhausen, das jetzt absteigt, als auch Turm Kleve II, gegen die der Tabellenletzte Ratingen IV sein einziges Erfolgserlebnis feierte, ihre Spiel verloren. 

Aber nun zum Wettkampf selbst. Gegen die in Bestbesetzung angetretenen Düsseldorfer hatten wir heute keine Chance. Bei uns fehlten Erwin und Bert, dafür sprangen Avdi und Helmut ein. Als ich um 12.00 Uhr das erste Mal bewusst meine komplette Runde machte, standen 6 Bretter bereits schlechter bzw. unter Druck; nur Manuels Stellung gefiel mir mit seiner Turmverdoppelung und Krzysztof hatte wohl Ausgleich, obwohl die Stellung optisch nicht so toll aussah. Ich hatte eine schwierige Situation zu meistern, dann gelang es mir, den Angriff zurückzuschlagen und eine leicht bessere Stellung zu erlangen. Es entstand ein Mittelspiel, das nach doppelten Turmtausch jeweils Dame, Läufer und Springer über ließ. Manuel machte als erster remis, als er einen Bauerngewinn nicht verteidigen konnte und die Türme vom Brett verschwunden waren. Helmut hatte in der Eröffnung mit Schwarz einen Bauern verloren und musste im Turmendspiel beim 2. entschiedenen Spiel aufgeben. Dann verlor Niklas, der im Mittelspiel eine Figur verloren hatte. Der Gegner ließ den Rückgewinn zwar zu, hatte dafür aber ein verbundenes Freibauernpaar. Keine Chance. Niklas erzählte auf der Rückfahrt, dass er ein Remisangebot abgelehnt hatte, da er sah, wie schlecht es um die Mannschaft bestellt war. Die nächste Entscheidung fiel an Brett 3, wo Ingo in leicht schlechterer, aber geschlossener Stellung keine Gewinnchancen hatte. Avdi hatte an Brett 7 nichts aus der Eröffnung mit Weiß erreicht, bekam einen isolierten Doppelbauern auf der F-Linie und geriet mächtig unter Druck. Das Ende bekam ich nicht richtig mit, aber es endete mit einer Niederlage.

Beim Stande von 4,5 zu 1,5 quälte sich Mattias in einem Turmendspiel mit einem Minusbauern. Ich konnte meine Stellung nun Zug um Zug verbessern und mein Kontrahent, der für den Angriff schon recht viel Zeit verbraucht hatte, musste länger überlegen. Ich drückte mit 2 Bauern auf dem Damenflügel, als dem Düsseldorfer ein Fehler unterlief, der nach dem Damentausch direkt einen Bauern kostete. Als seine Zeitnot überwunden war, drohte mein König auf der g-Linie in die gegnerische Stellung einzudringen. Dies konnte der Läufer zwar verhindern, ermöglichte aber eine Springergabel mit erneutem Bauerngewinn. Die technische Gewinnführung mit je einem Freibauern auf der h- und a-Linie ließ er sich nicht mehr zeigen. Wir  fuhren dann nach Hause, da wir bereits erkannt hatten, dass der Klassenerhalt gesichert war, da die Niederlage von Reinhausen bereits bekannt war. Matthias konnte nach überstandener Zeitnot das Turmendspiel dann noch zum 3:5 Endstand remis halten.

 

Trotz der letzten Niederlagen war es eine recht überzeugende Saison, die mit dem 7. Platz beendet wurde. Auch die zweite Mannschaft hatte Sorgen mit der Gestellung von Ersatzleuten und setzte 7 Spieler ein, die insgesamt knapp 50 % holten. Besonderer Dank in der letzten Runde geht an Helmut Brehme, der trotz seines 57. Hochzeitstages eingesprungen wäre (er hatte sich den 10.6. zuerst freigehalten) und heute leider verlor, und Krzysztof, der sich mit seinem Arbeitgeber auseinandersetzen musste, um heute spielen zu können.

 

In Erinnerung wird unser Sieg gegen die Schachfüchse aus Kempen bleiben, die nach dem Remis in der letzten Runde gegen DSK III als Aufsteiger feststehen. Von hier aus herzlichen Glückwunsch nach Kempen. Unser Mitgefühl gilt Ratingen und Duisburg, die in die Bezirksligen absteigen müssen.

(ud)

13.05.18 (Runde 8): SV Wesel II - Düsseldorfer SK III 3,5:4,5

Sehr knappe Niederlage gegen DSK III!

Mit Manuel und Erwin fehlten uns zwei starke Spieler. Dankenswerterweise sprangen Markus und Avdi ein. Wie in den vergangenen Spielen auch, hatte auch Düsseldorf nicht die beste Besetzung ans Brett gebracht. Markus hatte einen noch sehr jungen Spieler als Gegner und gewann sicher, nachdem er Material erobert hatte. Das zweite Ergebnis lieferte Bert, der mit Huzenbeth (DWZ 1945) einen sehr starken und auch in der Saison bereits recht erfolgreichen Gegner hatte. Da er seiner Meinung nach auch schlecht gespielt hatte, unterlag er nach ca. 2,5 Stunden. Dann brachte uns Niklas wieder in Führung. Kurios war, dass sein Gegner durch ein Abzugsschach vermeintlich die Qualität gewinnen konnte. Allerdings konnte eben dieser Turm den Läufer einfach schlagen und damit aus der Schlaglinie gehen.

Zu diesem Zeitpunkt sah es noch recht gut aus. Ich hatte mit Schwarz gegen Reinartz (DWZ 2035) eine ausgeglichene Stellung. Mein Remisangebot lehnte er nach einem Rundgang allerdings ab. Zu diesem Zeitpunkt standen vor allem Ingo und Krzysztof recht gut. Auch Matthias hatte eine komfortable Stellung, leider aber auch früh wieder Zeitnot. Nur Avdi hatte eine offene Königsstellung und bereits 2 Bauern verloren. Diese Partie endete auch als nächstes mit dem Ausgleich. Ich hatte in dem zwischenzeitlich entstandenen Turmendsiel noch sorgfältig zu spielen, denn Reinartz hatte deutlich mehr Raum. Bei meinem nächsten Rundgang sah ich, dass Matthias eine Figur verlor und in den nächsten Zügen aufgeben musste. Daraufhin bot mir mein Kontrahent remis an, was ich bei der Stellung auch annehmen musste, denn Gewinnchancen hatte ich nicht mehr.

Als nächstes endete auch die Partie an Brett 4 mit remis. Leider muss ich sagen, denn die Analyse zeigte, dass Krzysztof sehr gute Gewinnchancen im T und L gegen T und S – Endspiel hatte. Beim Stande von 4:3 gegen uns spielte nur noch Ingo. Er hatte vorübergehend einen schweren Stand gegen eingedrungene Schwerfiguren. Er konnte diese abtauschen und dann mit D und S gegen D und L remis halten. Ob da noch etwas drin war konnte ich schwer abschätzen. Dem gedeckten Freibauern von Ingo standen gefährliche Mattdrohungen auf der Diagonale h1-a8 durch Dame und Läufer gegenüber. Am Ende war wahrscheinlich sogar ein Mannschaftspunkt drin. Auf der anderen Seite hatte Niklas doch recht glücklich gewonnen. Bis dahin standen bei ihm nur alle Schwerfiguren und ungleiche Läufer auf dem Brett.

Leider sind wir immer noch nicht ganz sicher, da es ein seltsames Ergebnis von Velbert gegen DSV 2 gab mit 7 Remisen und einer kampflosen Niederlage.

(ud)

25.03.18 (Runde 7): OSC Rheinhausen II - SV Wesel II 5:3

Im vorgezogenen Auswärtsspiel bezog die 2. Mannschaft ihre 3. Niederlage. Das 3 zu 5 war recht unglücklich. Die Hinfahrt bot bereits Hindernisse wegen einer Straßensperrung auf Grund eines Wasserrohrbruchs.

Bei der Mannschaftsaufstellung freute ich mich über den prominenten Gegner Sven Pröttel an Brett 1, der bis dahin noch überhaupt nicht eingesetzt worden war. Unglücklich für uns: Auch an Brett 2 hatte sich der OSC sehr stark aufgestellt und den ebenfalls erstmalig in der 2. Mannschaft spielenden Heiko Schanzenbach (DWZ 2052) gebracht. Die sonst spielenden Bretter 1 und 3 beim OSC fehlten ebenso wie bei uns Ingo und Krzysztof. Wir waren mit Avdi und Markus immerhin komplett. Dann lief es allerdings schlecht. Manuel lief in eine Eröffnungsfalle und verlor sehr früh eine Figur für einen Bauern. Die erste Entscheidung fiel an Brett 4, wo Niklas Gegner ein Dauerschach hatte. Ich spielte für mein Gefühl eine gute Partie und bekam ein reines Damenendspiel mit völlig gleichstehenden Bauern und 2 offenen Linien. Ich spielte die Position zu passiv und Sven kam mit seiner Dame in meine Stellung. Er zeigte seine Klasse, entwickelte eine Gewinnidee und gewann erst einen Bauern und dann die Partie.

Nach diesem Rückstand legte leider Erwin nach und verlor eine bis dahin recht ansehnliche Stellung, als er einen Turm opferte und keine Kompensation bekam. Schlecht lief es dann auch für Avdi, der in einer viel besseren Position einen Turm einpatzte und dann in ein Mittelspiel mit Turm und 2 Läufern gegen Dame und Springer erhielt. Bert hatte als Weißer nach einer Skandinavischen Eröffnung einen Freibauern auf der d-Linie erhalten. Leider konnte er diesen nicht nutzen. Sein Läufer deckte den Bauern, aber der feindliche Springer blockierte den Bauern. Da sonst nur noch Schwerfiguren auf dem Brett waren, blieb es beim Remis. Als nächstes machte dann Matthias remis, der ein Turmendspiel mit 2 gegen einen Bauern nicht gewinnen konnte.

Den einzigen Sieg des Tages holte Markus an Brett 8. Er holte sich zuerst einen Freibauern, den sein Kontrahent gegen seinen Turm tauschen musste. Die Freude währte nur kurz, denn auch sein Gegner drohte einen Freibauern durchzudrücken und sein Turm musste sich ebenfalls opfern. Das entstandene Springerendspiel mit 2 Mehrbauern wickelte Markus dann souverän ab. Avdi bekam dann ein Remis, was er unwillig annehmen musste wegen mehrmaliger Stellungswiederholung. Nach Tausch eines Läufers gegen einen Springer war eine total geschlossene Stellung entstanden. Er hatte auf die Zeitnot seines Gegners spekuliert.

Beim Stande von 4:3 für den OSC spielte dann nur noch Manuel, der tapfer bis zuletzt kämpfte. Leider erwies sich die Mehrfigur als zu stark, so dass auch er die Segel zum 3:5 Endstand streichen musste.

(ud)

18.02.18 (Runde 6): SV Wesel II - Turm Kleve II 6:2

Gegen die ersatzgeschwächte Klever 2. Garnitur gewannen wir überraschend hoch mit 6:2. Es fehlten 4 Stammspieler (Nominale Bretter 2,3,5 und 7, davon 3 1800 er; dafür brachten sie aber an Brett 1 ihren Holländer, der bis dahin noch gar nicht gespielt hatte und immerhin 1972 DWZ aufwies.

Es lief aber zuerst richtig gut für uns, denn nach ca. 2 Stunden brachte uns Erwin überraschend in Führung. Überraschend, weil er ohne besonderen Vorteil mit Weiß aus der Eröffnung herausgekommen war. Um einen Bauernverlust zu vermeiden, manövrierte sich sein Gegner in eine Stellung, die eine Bauerngabel mit Figurengewinn zuließ, wonach er sofort aufgab. Niklas hatte mit einer taktischen Falle eine Figur erbeutet, dafür hatte seine Gegnerin 3 Bauern erhalten. Niklas wickelte die Stellung im Turmendspiel mit seinem Mehrläufer dann geschickt zum Sieg ab. Zu diesem Zeitpunkt (ca. 2  Stunden und 45 Minuten) hatten mein Gegner und ich erst 14 Züge absolviert wobei mir noch fast eine Stunde Zeit zur Verfügung stand. Ich nutzte die Gelegenheit, als ich nach einigen guten Zügen ganz ordentlich stand, einfach remis anzubieten, was der Spieler annahm. Fritz zeigte eine ausgeglichene Stellung (-0,07). Insgesamt standen alle Weseler günstig. Vor allem Krzysztof hatte an Brett 6 deutlichen Raumvorteil und stand viel besser. Manuel hatte Druck auf dem Damenflügel, Bert hatte einen Königsangriff aufgebaut und Ingo und Matthias standen ordentlich bis gut. Bis zur nächste Entscheidung dauerte es etwas. Dann machte Matthias remis, weil er wenig Zeit hatte und die Stellung auch sehr ausgeglichen aussah. Leider musste Bert dann aufgeben. er hatte die Stellung überzogen und Material gegeben; sein Angriff ging aber ins Leere. Beim Stade von 3:2 setzte sich Krzysztof durch. Er hatte eine Qualität gewonnen und das Endspiel mit einer kleinen Finesse dann doch schnell für sich entschieden. Manuel konnte dann den Druck weiter erhöhen, was letztlich zu Materialvorteil führte . Nach einem vorübergehenden Qualitätsopfer mit anschließendem Rückgewinn blieb Manuel mit einer Figur mehr übrig, was den Klever zur Aufgabe veranlasste. Ingo konnte nun ein Endspiel mit zunächst Turm und Läufer gegen Turm und Springer bei 2 Mehrbauern, dann ohne die getauschten Türme ohne Druck sicher verwerten.

Mit 7:5 Punkten ist ein Abstieg so gut wie vermieden. Außerdem haben wir weiterhin schlagbare Mannschaften vor uns, die bei dieser Mannschaftsleistung uns sicher noch weitere Punkte bringen. Das nächste Ziel sind 50 % der möglichen Mannschaftspunkte, was in der nächsten Runde am 25.3.18 auswärts gegen Rheinhausen schon möglich ist.

(ud)

Bezirksliga

11.03.18 (Runde 6): SV Wesel III - SK Xanten I 2,5:5,5

Die Dritte kassierte gegen Xanten die vierte Niederlage in Folge. Helmut Brehme und Sarah Höpken konnten ihre Partien gewinnen, Michael Wilke erreichte ein Remis.

(td)

Bezirksklasse

25.02.18 (Runde 5): SV Wesel IV - SC Caissa Moers 7:1

Nach kurzer Zeit  sah es sehr gut aus für die Mannschaft. Jakob gewann kampflos. Auch Rolf gewann und Tristan überraschte nach langer Spielpause mit seinem Sieg. Dann musste sich Max leider geschlagen geben. Sarah bot in der Zwischenzeit remis, doch der Gegner wollte weiter spielen. Kurz darauf gewannen Arne und Josef.  

Zwischenstand 5 zu 1, Mannschaftssieg sicher!

Nach mehreren Zügen, in denen nichts passierte, bot Sarah erneut remis an, doch der Gegner nahm nicht an....und patzte. Sarah gewann. Auch Armins Gegner wollte sich nicht auf ein Remis einlassen. Zum Schluss konnte sich auch Armin durchsetzen.

Endstand 7 zu 1.

(sh)

Viererpokal

15.10.17 (Runde 1): SF Moers - SV Wesel 4:0

Zum dritten Mal hintereinander haben wir nun in der ersten Runde des Viererpokals in Moers verloren; dieses Mal aber leider sehr deutlich mit 0:4.

Niklas Partie ging als erstes zu Ende. Er hatte gegen Stefan Kirchner ein ausgeglichenes Bauernendspiel auf dem Brett, das er jedoch nicht sorgsam berechnete, es für verloren hielt und seinem Gegner einen Freibauern und damit den Sieg schenkte.

Markus wurde nach und nach in einer verschachtelten Stellung von Richard Zahn überspielt, während Josef gegen dessen Sohn Fabian Zahn eine wilde Stellung mit beiderseitigen Chancen erreichen konnte. In der Hitze des Gefechts übersah er jedoch eine Feinheit und musste sich ebenfalls geschlagen geben.

Oskar fand gegen Iurij Vasiljev im Mittelspiel kein rechtes Durchkommen und wurde beim Übergang ins Endspiel und in dessen Verlauf langsam stärker unter Druck gesetzt und musste einen Bauern geben. Dieser Minusbauer besiegelte im Springerendspiel bereits die Niederlage.

(ob)

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