
Großer Erfolg für Mickey Lucaßen beim Raefelder Schnellschachturnier. Er startete mit einem sensationellen Remis gegen IM Saizew ins Turnier und hatte danach einen richtig guten Lauf. Am Ende wurde es Platz 6 hinter zwei Großmeistern und zwei Internationalen Meistern. Sein turbulenter Schlussrundensieg gegen mich in der letzten noch laufenden Partie des Turniers sorgte auch bei den Zuschauern für Begeisterung. Die Partie war dermaßen spannend, dass danach eine ausführliche gemeinsame Analyse mit den russischen Profis für eine Verzögerung der Siegerehrung sorgte.
Die übrigen Weseler Teilnehmer Ingo Schilberg, Jürgen Weischenberg und Thomas Dickmann spielten abgesehen von mir recht ordentlich, rissen aber keine Bäume aus.
Sieger wurde GM Orlow vor GM Levin, IM Richter und IM Saizew. Alle Ergebnisse in Kürze auf der Seite des Veranstalters.
(td, 29.08.2010)

Die erste Weseler Blitznacht war mit 14 Teilnehmern, darunter 5 Gästen aus benachbarten Vereinen, recht ordentlich besucht. Mirko bestand an seinem Geburtstag sein Praktikum als Turnierleiter - er besucht demnächst einen entsprechenden DSB-Lehrgang - mit Auszeichnung.
Klarer Sieger der Vorrunde wurde Christian Schumann mit 12,5 aus 13 vor Joachim Vengels (Dorsten, 11,5), Thomas Dickmann (11) und Frank Hamann (Dinslaken, 8,5). In der Finalrunde der besten 4 konnten die Favoriten noch zulegen. Joachim setzte sich schließlich vor mir und Christian durch. Den Jugendpreis gewann Alexander May nach Stichkampf vor Tristan Flores. Der Damenpreis ging an Susanna Steinweg.
(td, 29.08.2010)
299 ältere Schächer/-innen trafen sich im malerisch gelegenen Johannes-Stift zu einem blendend organisiertem Turnier: täglich gedrucktes Bulletin und Tischkärtchen, Live-Übertragung von Spitzenpartien, Rahmenprogramm auch für Ehepartner, Erfassung aller Partie-Notationen.
Mit meiner Ausbeute an DWZ und Punkten ( 6 aus 9, davon 8 Gegner mit DWZ 1888 bis 2105 ) und Kohle ( zweiter Platz in der Ratinggruppe 1700 - 1899 DWZ = 75 € ) konnte ich mehr als zufrieden sein – s.auch inoffizielle Auswertung (Anmerkung td: größter DWZ-Gewinn aller Teilnehmer!).
Dabei ließ ich etliche 2000er hinter mir, wie z.B. mit je 5,5 Punkten G. Burstein von Tornado Hochneukirch [ 1:0 für mich in Runde 3 , nachdem er im Najdorf im 21. Zug ein aussichtsreiches Opfer versäumte ] und J. Vasiliev, Moers [ der ganz schlecht mit 0,5 aus 2 gegen 2 Schwache startete - Probleme nach nächtlicher Anreise ].
Mit der Qualität meiner Partien war ich aber gar nicht immer zufrieden: 2 - 3 meiner Punkte beruhten nur darauf, dass meine Gegner trotz hoher DWZ noch blinder waren als ich, in Runde 4 war ich der König der Blinden mit 1 Anfängerfehler. Trotzdem: es gab genug 75jährige, die sehr präzise rechnen konnten, z.B. aus Essen die FMs Willy Rosen und Werner Nautsch. Gegen letzteren reichten im Endspiel trotz meines Läuferpaars 2 Ungenauigkeiten von mir zum 0:1. Immerhin gab's keine wilden Mattangriffe meinerseits, und ab Runde 5 verlor ich keine Partie mehr - wahrscheinlich weil ich ab da jedesmal 1 Banane verzehrte (wie FM Nautsch)!
Also meine Partien besser nicht nachspielen, außer der in Runde 7 an Tisch 57 mit Weiß gegen F. Schlag, sie ist wohl einwandfrei und ohne Kommentar zu verstehen ( außer: "19....e4 dürfte erzwungen sein", s. ANHANG ). 2 Stellungen ( in denen ich gekniffen habe ) will ich noch als kleine Rätsel-Aufgaben nachreichen.
FAZIT: Esst mehr Bananen, das bringt's auch gegen 2000er !
(Bert Plischke, 26.08.2010)
Vom 7.-8.8.2010 fand in Mainz die offene Schnellschach(Rapid)-Weltmeisterschaft (20 min + 5sec je Zug) mit 701 Teilnehmern statt. Weseler Teilnehmer: Krzysztof Szczepanski, Alexander und Holger May (das einzige Familienunternehmen). Von der Organisation und den Räumlichkeiten ist nur zu sagen, besser geht es nicht. Insgesamt waren wir 701 Teilnehmer, darunter 7 Schachspieler mit ELO über 2700, ein Turnier der Kategorie 20, welches es sonst nur selten gibt. Überragender Sieger wurde Gata Kamski mit 10 Punkten (9+ 2= 0-) und einem Elo-Ergebnis von 2911. Kamski zeichnete sich im ganzen Turnier durch eine enorme Verteidigungskunst aus und holte meistens, nachdem seine Gegner überrissen hatten, zum tödlichen Gegenschlag aus.
An die 10 Punkte von Kamski kamen wir leider nicht. Krzysztof war bester Weseler mit 4,5 Punkten (Platz 541), dann folgte ich mit 4 Punkten (Platz 575) und Alexander mit 3 Punkten. Bis zur 8. Runde lief es für mich gut, alle schwächeren Gegner geschlagen und den stärkeren lange Kämpfe mit sogar Materialvorteil geliefert. Dann kam die Pause, Zigaretten und Feuerzeug verloren und auch gegen einen schwächeren Gegner die 9. Runde. Ich brach zusammen, schaffte zwar noch zwei Remis gegen schwächere, aber wie. Nach der 8. Runde war der Saft weg. Krzysztof jedoch verfügte über mehr Stehvermögen, er holte aus den letzten 3 Runden 2 Punkte. Für Alexander war die Welt auch in Ordnung, 3 aus 11 (Platz 656) ein gutes Ergebnis.
Nächstes Jahr wollen wir wieder hinfahren; es war einfach toll, selber zu spielen und dann zu schauen, was die Großen machen.
(Holger May, 09.08.2010)
Vom 29.07.-01.08.2010 fand in Nordhausen das 10. Schachopen statt. Da ich gerade zu Besuch bei meinen Eltern in Nordthüringen war, bot sich eine Teilnahme an. Da ich die letzte Saison unter meinen Erwartungen geblieben bin und diese Saison in der ersten und hoffentlich nicht einzigen Verbansligasaison der II. Mannschaft besser abschneiden möchte, hatte ich mir vorgenommen etwas mehr Zeit in Schach zu investieren. Ich dachte, dass Wettkampfpartien ein gutes Training sind und startete ohne große Ambitionen in mein erstes Open.
Insgesamt kamen 110 Schachbegeisterte in das schöne Südharzstädtchen Nordhausen, in dem gleichzeitig das bekannte Altstadtfest stattfand. Die Top 4 der Setzliste waren GM Slobodjan,Roman 2559 (ELO) ESV Nickelhütte Aue, das erste Brett des Gastgebers Langheinrich,Ferenc 2428 SC 51 Nordhausen, GM Gutman,Lev 2425 SC Melle 03 und FM Müller,Fabian 2319 SVG Salzgitter e.V..
Als 73. der Setzliste bekam ich den erwartet schweren Gegner. Ich hatte Weiß gegen das zweite Brett der ersten Mannschaft des Gastgebers (DWZ 2023), die gerade in die Thüringenliga aufgestiegen waren. Er spielte eine typische starker Spieler gegen schwächeren Spieler Eröffnung, die ich später bei ihm nicht mehr gesehen habe. Thomas hatte den Aufbau mit d6,e5 schon mal im Vereinsturnier gegen mich erfolgreich angewendet. Ich ließ mich wieder zu dem Damentausch verleiten, weil ich hoffte aus meinen damaligen Fehlern gelernt zu haben und konnte mich noch erinnern, leider brachte es nichts. Ich hielt die Stellung bis zum 26. Zug zusammen. Mein Gegner verteidigte erst geschickt seine Bauernschwäche auf b7 und belagerte dann meine Schwächen auf a4 und c4, die ich mir in der Hoffnung auf Initiative habe zufügen lassen. Die Idee einer Königswanderung nach c5 brachte das entscheidende Übergewicht und ließ meine Stellung zusammenbrechen. Mein Gegner zeigte mir einen anderen Aufbau, weil der von mir gewählte Damentausch seiner Meinung nach nur in ein für Schwarz leicht vorteilhaftes Endspiel mündet.
In der Nachmittagspartie hatte ich einen schwächeren Gegner vom SG Döllnitz, der mit seinem Sohn hier spielte, mit einer DWZ von 950. Ab dem 12. Zug stand ich besser, im 30. Zug übersah der Gegner ein Matt in drei. Sicher, aber nicht restlos überzeugend nach 3,5 Stunden gewonnen.
Wieder mit Weiß gegen einen Stärkeren (DWZ ca. 1900, Elo 1978) Er setze mir eine seltene, für Schwarz objektiv schlechtere Variante des Damengambits vor (2. Lf5). Ich wusste noch, dass man auf d4 tauschen muss und dann mit Db3 angreifen. Mein Gegner spielte sehr schnell und selbstbewusst und es wurde sehr taktisch. Ich vermutete Fallstricke und investierte viel Zeit. Im 11. Zug
gab ich meinen deutlichen Vorteil aus der Hand. Im weiteren Verlauf konnte ich einen starken Angriff auf den gegnerischen
König generieren und mir wieder Vorteil erarbeiten. Zweimal übersah ich bei knapper werdender Bedenkzeit sehr starke Fortsetzungen, wie zum Beispiel in der nebenstehenden Stellung, wo ich Tac1 spielte.
Später opferte ich dann einen Springer gegen zwei Bauern und wäre damit fast durchgekommen (24. Zug patzte mein Gegner, nur ich sah es nicht), musste dann aber meinen immensen Zeitverbrauch in den ersten 10 Zügen Tribut zollen und verlor.
Am Nachmittag wieder ein schwächerer Gegner (DWZ 1258). Im 25. Zug gewann ich eine Leichtfigur ohne gegnerische Kompensation. Jetzt begann ein stundenlanges kostenloses Technik- und Endspieltraining, weil mein Gegner sich zeigen lassen wollte, ob ich das auch kann. Im 70. Zug gab er dann auf, als nur noch an 2 Brettern gespielt wurde.
In der Vormittagsrunde wieder gegen einen starken Gegner (DWZ 1949) mit Weiß. Endlich mal eine Variante des Damengambits, die ich aus einer Partie Kramniks kannte und in der ich relativ sattelfest war. Bis im 17. Zug war mir die Variante bekannt, mein Gegner war aber laut eigener Aussage schon lange „out of book“ . Jetzt kam der für mich schwierigste Teil in einer besseren Stellung
einen Gewinnplan zu finden. Wie z.B. in der folgenden (Diagramm links):
Selbst wenn man Fritz stundenlang rechnen lässt, kann er sich nicht klar entscheiden. Wer einen guten Plan hat, kann ihn mir ja beim Training zeigen oder zumailen. Ich habe Kh1 gespielt.
Leider verdarb ich die Stellung zu einem gleichstehenden Endspiel (siehe Diagramm rechts), bei dem ich dann in beidseitiger Zeitnot (Gegner 3,5 , ich 2min für 7 Züge ) einen Turm einpatzte.
Am Nachmittag erwartete ich dann wie bisher einen schwächeren Gegner, wurde aber überrascht. DWZ 1900 (ELO 2030), durch eine SMS die Runde vorher verloren. Ich kam gut aus der Eröffnung mit Schwarz, wir erreichten nach 9 Zügen die Grundstellung einer Hauptvariante des Damengambits, in der ich mich ein bisschen auskannte und so problemlos Ausgleich erreichte. Nach einer taktischen
Abtauschorgie entstand folgende Stellung (Diagramm links). Leider verpasste ich den Damentausch und den Übergang in ein vielleicht leicht
besseres Endspiel.
Ich spielte b5 und lies den Tempogewinn Dh5 nach dem Schlagen auf f7 zu, der zu minimalen weißen Vorteil führte. Leider patzte ich später einen Bauern ein und kurz danach konnte ich die Partie aufgeben.
In der Schlussrunde mit Weiß gegen einen 9jährigen (DWZ 1158). Er war bei der DEM U10 dabei und spielte gut. Er brachte mich ganz schön ins Schwitzen, bis er meine Abtauschangebote annahm, statt den Druck zu erhöhen und ich ihm im Doppelturmendspiel zu Fehlern verleiten konnte.
Auf Grund der Ferienzeit waren sehr viele Jugendliche am Start. Die Organisation war hervorragend. Leider erschien der GM Gutmann nicht und die Nr. 2 der Setzliste spielte nach einer Niederlage im zweiten Spiel auch nicht mehr weiter. Für mich persönlich war es ein intensives Training, jeden Tag 7-10 Stunden Schach und Analyse. Gegen deutlich schwächere Gegner drei relativ sichere Siege. Nicht zufrieden bin ich mit den Resultaten gegen die Spieler mit DWZ von 1900 bis 2050, wovon ich vier vorgesetzt bekam. Bis auf die erste Runde war ich nicht chancenlos, konnte aber meine ausgeglichenen oder sogar besseren Stellungen dreimal nicht zum Remis führen. Hier muss ich mich verbessern, vor allen in der effektiven und schnellen Planfindung. Gegner in meinen Leistungsbereich bekam ich leider nicht vorgesetzt.
Es gewann souverän der ELO-Favorit GM Slobodjan. Ich erreichte eine Platzierung im Bereich meines Setzlistenplatzes. Hier der Link zu den Ergebnissen:
(Matthias Trost, 06.08.2010)
Mickey und ich nahmen am Longericher Sommer-Open, einem vergleichsweise kleinen, aber mit viel Herzblut und dennoch sehr professionell organisierten Turnier im Norden Kölns teil. Der Turniersaal im Marie-Juchacz-Altenzentrum bot ausgezeichnete Spielbedingungen, für günstige Verpflegung war gesorgt und die Turnierleitung hatte jederzeit alles bestens im Griff. Ein wunderschönes Turnier und eine klare Empfehlung für das nächste Jahr!
90 zum Teil weit angereiste Teilnehmer aus vielen Teilen Deutschlands und den Niederlanden kämpften von Freitag bis Sonntag in 5 Runden den Sieger aus. Es gewann schließlich Lokalmatador FM Efim Rotstein vor dem Topfavoriten Svetlin Mladenov (beide 4,5 Punkte).
Betrachtet man die reinen Ergebnisse war das sportliche Abschneiden von uns beiden Weseler Teilnehmern ziemlich bescheiden. Ein Blick auf Gegner und Partien relativiert diesen Eindruck jedoch. Wir spielten interessantes Schach, bekamen gute Stellungen und scheiterten an Kleinigkeiten. Ich hatte zudem auch noch das Pech, in den beiden ersten Runden auf aufstrebende Talente mit gegenüber ihrer Spielstärke noch viel zu niedrigen DWZ-Zahlen zu treffen.
Mein Turnier begann mit einer spannenden, aber nicht besonders hochklassigen Sizilianisch-Partie gegen den erst 15-jährigen Pascal Grzesca. Ich kam sehr gut aus der Eröffnung, verrechnete mich jedoch in komplizierter Stellung einige Male und musste schließlich froh sein, das Spiel halbwegs ausgeglichen gestalten zu können. Ein Remis war mir jedoch zu wenig. Also schlug ich eine naheliegende Zugwiederholung aus, vergaß dabei aber leider einen wichtigen Zwischenzug, verlor ersatzlos einen Bauern und wurde im Endspiel gnadenlos überspielt. Es tröstete mich ein wenig, als ich am nächsten Tag sah, wie mein junger Gegner gegen IM Khanukov ein Remis erkämpfte.
In Runde zwei saß ich mit Gunnar Weißhuhn erneut einem noch relativ jungen 1800er gegenüber. Trotz zwischenzeitlich deutlichem Positionsübergewicht fand ich kein Mittel, seine Stellung zu knacken und willigte nach 3 Stunden entnervt ins Remis ein. Der Fehlstart war perfekt. Mein Gegner spielte übrigens ein tolles Turnier und gewann am Ende den dritten Preis.
In Runde 3 folgte dann ein leichter Sieg und in Runde 4 meine schönste Partie des Turniers, ein mit Figurenopfer eingeleitetes taktisches Feuerwerk. Zum Abschluss folgte die einzige Partie, in der ich Eröffnungsprobleme hatte und 20 Züge lang um Ausgleich kämpfen musste. Das Remis war so gesehen in Ordnung.
Mickey begann das Turnier mit einer viel zu zaghaften Eröffnung gegen einen 1600er, erhielt in einem Doppelturmendspiel dennoch eine unerwartete Gewinnchance und vergab diese. Am nächsten Morgen blieben alle Versuche, ihn aus dem Bett zu klingeln, erfolglos. Also eine kampflose Null und ebenfalls ein Fehlstart.
Seine Nachmittagspartie war dafür dann richtig gut. Gegen den vierten der Setzliste, Matthias Kiese aus Waldshut-Tiengen, kam Mickey mit Schwarz ordentlich aus der Eröffnung und es entwickelte sich ein spannender Kampf, in dem die Vorteile sogar eher bei ihm lagen. Dann übertrieb er allerdings mit einem völlig überflüssigen Qualitätsopfer das Spiel auf Gewinn und wurde dafür leider bestraft.
In Runde 4 dann ein leichter Sieg und in Runde 5 noch einmal eine strategisch ansprechende Leistung ohne Happy End. Nach der Abwicklung in ein gewonnenes Springer gegen Läufer Endspiel folgte eine unkonzentrierte Phase und der Vorteil war weg. Da nützte auch Kampfgeist nichts mehr. Remis nach Ausreizen der vollen Spielzeit.
Zum Ausklang des Wochenendes nahmen wir gerne auch noch ein abschließendes Bier und die Siegerehrung mit. Letztere barg für mich noch eine erfreuliche Überraschung. Meine Partie aus der vierten Runde wurde mit dem Schönheitspreis ausgezeichnet.
(Thomas Dickmann, 02.08.2010)
Am Tag des Deutschen WM Siegs gegen Australien und dem Aufstieg der Fünften fuhren Holger und ich nach Köln zur offenen Schnellschacheinzelmeisterschaft. 9 Runde a 20 Minuten gingen dann auch an die Substanz, aber Dank guter Räumlichkeiten und Organisation war das schon in Ordnung... Besetzt war das Turnier ziemlich gut ( 3 IM´s 9 FM´s und 42 von 64 Teilnehmern über 2000 ), schließlich ging es ja auch um die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Dementsprechend hatten wir beide jeweils bis auf 2 Partien stärkere Gegner, was allerdings Spaß machte, weil durchgängig starkes Niveau geboten wurde. Holger erkämpfte sich dabei 3 starke Punkte ( Turnierleistung über 1800 ) und ich schaffte mit 5 Punkten Platz 29 ( der 17. hatte ebenfalls 5 Punkte – schlechte Wertung ) eine Leistung von über 2000. Es siegte übrigens IM Bernd Schneider mit überragenden 8,5 Punkten vor IM Michaelsen und Jens Kotainy.
(Mirko Kupinski, 16.06.2010)
Über die Osterfeiertage fand vom 01. bis zum 05. April das Oster-Open in Oberhausen statt. Mit 178 Teilnehmern war das Teilnehmerfeld in der Breite sehr gut besetzt und mit 17 Titelträgern (4 GM, 5 IM, 8 FM) auch in der Spitze. Mit dabei waren unter anderen GM Daniel Fridman, der mit einer Elo von 2650 aktuell auf Platz 3 der deutschen Elo-Liste steht und seine Frau IM Anna Zatonskih, die mehrmalige ukrainische und US-amerikanische Landesmeisterin ist.
Alles war wunderbar organisiert, es gab gute Verpflegung für kleines Geld und die Aktualisierung der Tabellen und Paarungslisten im Internet fand immer schnell nach Ende der Runden statt.
GM Fridman gewann souverän mit 6,5 Punkten aus 7 Runden, wobei er nur einen halben Punkt gegen GM Schmittdiel abgab, der mit 6 Punkten auf Platz 2 landete, vor IM Hetey (auch 6) und vor 9 Spielern mit 5,5 Punkten.
Aus unserem Verein waren wir nur zu dritt: André, Krzysztof und ich. Hier unser Abschneiden im Einzelnen:
Wie erwartet bekommen wir alle deutlich stärkere Gegner zugelost. Andrés Gegner spielt sehr schnell, deswegen hätte André vielleicht an der einen oder anderen Stelle etwas mehr versuchen können, muss sich dann aber doch geschlagen geben. Ich muss gegen einen 2000er ran, der mit Weiß in einer Skandinavisch-Partie eine Variante spielte, die ich erst einmal auf dem Brett hatte. Er investiert viel Zeit in die Stellung und straft meinen falschen Aufbau dann ab. Krzysztof hält sehr lange gut und zäh gegen IM de Gleria mit, kann sein schwieriges Endspiel dann aber doch nicht retten.
Mein Gegner ist diesmal sogar noch stärker als in der ersten Runde, ich muss wieder in der Eröffnung improvisieren, stehe zum Beginn des Mittelspiels schon schlechter und verliere bald. Andrés Gegnerin opfert zwei Bauern für einen Königsangriff, mit dem sie irgendwann nicht mehr weiterkommt, so einigen sie sich auf Remis. Krzysztof spielt gegen einen Bruckhausener, der ihm mit einem schwachen Opfer von Läufer gegen zwei Bauern einen schönen Vorteil schenkt. Er muss sich aber noch etwas anstrengen, greift irgendwann daneben und schenkt die Partie zurück.
Krzysztof bekommt seinen zweiten Bruckhausener vorgesetzt, gegen den er diesmal souverän gewinnt, wobei er nur 25 Minuten seiner eigenen Zeit verbraucht. André übersieht einen leichten Figurengewinn und macht kurz darauf wieder Remis. Ich spiele gegen einen 1200er, stehe nach der Eröffnung wunderbar, doch anstatt die Spannung aufrecht zu erhalten und den Druck langsam zu erhöhen, fange ich an, dubios zu kombinieren, opfere eine Figur und verliere, weil ich mich verrechnet habe.
André gewinnt eine Figur und bald die Partie. Ich muss gegen einen jungen Xantener ran, bekomme in einer Benoni-Partie eine wunderbare Stellung und stehe wieder vor der Entscheidung, den Druck langsam zu erhöhen, oder eine Figur zu opfern. Ohne aus der Katastrophe am Vortag schlau geworden zu sein, investiere ich etwa eine halbe Stunde in die Stellung und entscheide mich dann zum Opfern. Diesmal ist es aber gut und kurz darauf muss mein Gegner aufgeben. Krzysztof spielt gegen Avdi Rama (der auch ab und an bei uns im Verein ist) und schafft es in einer komplizierten Stellung, ihn auszukombinieren.
Ich hole meinen zweiten Punkt gegen den dritten 1200er in Folge. André und Krzysztof haben beide sehr schwierige und unklare Stellungen, aus denen sie beide mit einer Niederlage gegen stärkere Gegner gehen.
Mit Weiß habe ich einen Leningrader auf dem Brett, bei dem ich schon wieder nicht weiß, wie man ihn zu spielen hat und meine Stellung kollabiert. Krzysztof spielt ein unangenehmes, etwas schlechteres Endspiel, das er nicht halten kann. Dafür spielt André eine sehr gute Partie und nimmt seinen (zumindest bezüglich der DWZ) stärkeren Gegner schön auseinander.
Endlich spiele ich wieder richtiges Schach und schaffe es, mit Schwarz in einer Caro-Kann Vorstoßvariante mit Mehrtempo - enstanden aus einem geplanten Skandinavier - meinen Gegner vor unlösbare Probleme zu stellen. Krzysztof gewinnt sein Spiel schnell und sicher. André erreicht ein Remis in einem Abtausch-Franzosen gegen einen starken Gegner.
Insgesamt bin ich mit meiner Leistung von 3 aus 7 in diesem Turnier überhaupt nicht zufrieden, ganz zu schweigen von dem Schach, das ich gespielt habe. Ich verliere verdient 48 DWZ-Punkte und kann nur hoffen, dass es daran lag, dass dies mein erstes Open war und ich der Anstrengung, so viele Partien in so kurzer Zeit zu spielen, nicht gewachsen war - jedenfalls ist das die einfachste Ausrede. Krzysztof war mit seinen 3 Punkten auch nicht so recht zufrieden, aber er zeigte wenigstens vernünftiges Schach und erreichte seine 3 Punkte gegen stärkere Gegner als ich. André spielte dafür ein großartiges Turnier. Mit 3,5 aus 7 hat er nicht nur 140 DWZ-Punkte dazu gewonnen, sondern bekommt vermutlich nun eine sehr gute Elo über 1800 und hat auch noch in der Wertungsgruppe TWZ unter 1500 den zweiten Platz erreicht und damit einen Ratingpreis gewonnen.
Avdi Rama erspielte sich übrigens auch 3 Punkte, wobei ihn wohl die Niederlage gegen Krzysztof mit am meisten geschmerzt hat. Jürgen Bock erreichte 4,5 aus 6 (eine kampflose Niederlage wegen eines kaputten Autos) und eine Elo-Leistung von 2643, womit er seinem Ziel, Fide-Meister zu werden, ein Stückchen näher gekommen ist.
Das Oster-Open ist eigentlich ein schönes Turnier und nur zu empfehlen, vor allem das Zuschauen bei den starken Spielern an den ersten Brettern hat oft viel Spaß gemacht. Vielleicht sind wir nächstes Jahr ja mit ein paar mehr Spielern vertreten.
(Oskar Braun, 05.04.2010)
Die VBMM war sportlich stark besetzt. Unsere am Vorabend eilig zusammengewürfelte Notmannschaft, bestehend aus Mickey Lucaßen, Oskar Braun, Krzysztof Szczepanski und mir, war auf diesem Niveau nicht konkurrenzfähig und belegte nach 17 Runden den 18. und letzten Platz. Immerhin gelangen zwei Mannschaftspunkte und niemand blieb gänzlich ohne Erfolgserlebnis. Mein persönlicher Höhepunkt war ein Remis gegen IM Wegerle aus Solingen, über die restlichen Einzelergebnisse breiten wir lieber den Mantel des Schweigens aus.
SG Solingen I setzte sich souverän mit 34-0 Punkten durch und wurde Verbandsblitzmeister. Zweiter wurde der Titelverteidiger SF Gerresheim I mit 27-7 Punkten, gefolgt vom Düsseldorfer SK I mit 26-8 Punkten und der SG Solingen II mit 25-9 Punkten. Alle 4 Mannschaften sind für die NRW-Blitzmeisterschaft qualifiziert.
(Thomas Dickmann, 06.03.2010)
Hallo liebe Schachfreunde, die Pokaleinzel ist zu Ende. Nach fünf Stunden hartem Kampf und anschließendem Blitzen hat Richard Zahn die Meisterschaft für sich entschieden.
(Mit freundlichen Grüßen, Roland der Karl, 07.03.2010)
Das Straelener Schnellschachturnier war auch in diesem Jahr wieder ein tolles Gemeinschaftserlebnis. Trotz schneeglatter Straßen machten wir uns mit 32 jungen und alten Schachfreunden auf den Weg und kamen alle pünktlich und wohlbehalten an.
225 Teilnehmer aus 30 Vereinen hatten sich zum Turnier eingefunden und traten in 10 nach Alter bzw. Spielstärke aufgeteilten Gruppen gegeneinander an.
Atmosphäre, Verpflegung und Turnierorganisation waren wie immer hervorragend. Sportlich gab es Licht und Schatten. Alle sammelten Erfahrungen und für einige war es das erste große Turnier ihres Lebens.
In den einzelnen Gruppen stellten wir zweimal den Sieger bzw. die Siegerin. Das war Spitze. In den höheren DWZ-Gruppen hatten wir hingegen auf etwas mehr gehofft. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.
In der Altersklasse U16 zeigte Eda Orhan den Jungs was Sache ist, und setzte sich souverän mit 21 Punkten (7 aus 7) durch.
In der E-Gruppe bis DWZ 1300 ging es enger zu. Schließlich hatte hier Philipp Adler mit 18 Zählern die Nase vorn.
Zu weiteren Podestplätzen reichte es leider nicht. Am knappsten verpassten dieses Ziel Christian Schumann (C-Gruppe) und Erwin Rudi (U12), die jeweils Platz 4 belegten.
Für die Mannschaft punkteten weiterhin Thomas Dickmann (A-Gruppe, Platz 9), Kai Knipping, Mickey Lucaßen, Oskar Braun (C-Gruppe, Plätze 5, 8 und 10), Karl Trueson (Senioren, Platz 10), Alexander Putzmann (U14, Platz 7), Lukas Trost (U12, Platz 10) und Harald Wiens (U10, Platz 8).
Als Team gewannen wir den dritten Platz in der Mannschaftswertung hinter den Vertretungen aus Rheinhausen und Kleve. Der Preis waren 150 Euro für die Vereinskasse.
Jüngster Teilnehmer des ganzen Turniers war Peer Klüttermann. Auch dafür gab es einen Pokal, über den Peer sich riesig freute.
Es war wieder schön in Straelen. Beim nächsten Mal sind wir gerne wieder dabei.

