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1987/88
Regionalliga
1986/87Die Gruppenspielpläne im Seniorenbereich stehen fest. Die neue Saison bringt einen wichtigen technischen Fortschritt:
Ab sofort werden auch auf Bezirksebene alle Ergebnisse und Tabellen auf dem Vereinsportal des SB NRW veröffentlicht. Die Ergebnisse werden dort direkt von den Mannschaftsführern eingetragen und sind damit brandaktuell. Außerdem ist die Darstellung auf dem Vereinsportal noch detaillierter als es eine Vereinshomepage sein kann.
Mannschaftsführer oder deren Vertreter benutzen bitte den Link für die Ergebnismeldung. Kennung und Passwort können bei Bedarf bei Berthold Plischke oder Thomas Dickmann erfragt werden.
Die Veröffentlichung auf unserer Vereinsseite erfolgt weiterhin, da Raum für eigene Berichte gegeben werden soll und sich unsere Darstellung auch besser als Ausdruck für den Aushang am Schwarzen Brett eignet. Ich werde jedoch verstärkt in Richtung Vereinsportal verlinken, auf dieser Seite zum Beispiel in den Überschriften und bei den Einzelergebnissen.
(td + bp)Gegen die favorisierten Tornados aus Hochneukirch feierte die Erste einen ebenso überraschenden wie glücklichen Triumph. Nach 2 Stunden schien sich ein Debakel anzubahnen.
Am schlimmsten stand es um Dieter, Oskar und mich. Dieter hatte den richtigen Plan in der falschen Reihenfolge gespielt und seinem Gegner einen taktischen Schlag ermöglicht. Er hatte Glück, dass dieser nach der Qualität griff, anstatt sofort den Sack zuzumachen. Oskar hatte in einem komplizierten Handgemenge einen Bauern verloren und stand glatt auf Verlust. Ich hatte mich verrechnet, einen Bauern verloren und danach eine Qualität investiert, um wenigstens etwas Gegenspiel zu bekommen. Im Grunde genommen hoffnungslos.
Marc stand gedrückt, Mirko hatte einen ungesund aussehenden, in der Mitte des Bretts feststeckenden König und Kai drohte in ein schlechtes Turmendspiel abzudriften. Lediglich Christoph und Manuel hatten Ausgleich.
Als Manuel und Christoph nach rund drei Stunden remisierten, war zumindest der Ehrenpunkt gesichert. Oskar musste sich erwartungsgemäß bald geschlagen geben, Kai und Mirko konnten hingegen ihre Stellungen verteidigen - also nur 2:3. Das ging ja noch...
Zu Beginn der Zeitnotphase standen die drei restlichen Partien mehr oder weniger eindeutig auf Verlust. Es roch nach einem 2:6, aber in Zeitnot passierten seltsame Dinge. Der Turm von Dieters Gegner steckte auf h7 fest und war vom Spiel ausgeschlossen. Dieter nutzte dies zu einem Angriff auf der anderen Brettseite, sein sich in starker Zeitnot befindender Gegner wurde nervös und gab die Qualität zurück. Ich hatte neben einer verlorenen Stellung auch noch eine miserable Zeit, konnte also befreit im Trüben fischen. Nach einigen gegnerischen Ungenauigkeiten bekam ich tatsächlich etwas Angriff und hatte drei Züge vor der Zeitkontrolle Glück. Mein Gegner schielte wohl mit mehr als einem halben Auge auf die Uhr und ließ unnötigerweise einen taktischen Einschlag zu, bei dem ich eine Figur gewann.
Nach der Zeitkontrolle eine kurze Bestandsaufnahme: Das Blatt hatte sich gedreht. Dieter und ich hatten ausgezeichnete Gewinnchancen und Marc stand weiterhin schlecht, aber noch nicht völlig auf Verlust. Dieter nutzte die immer noch unglückliche Stellung des gegnerischen Turms aus und zauberte in einem Endspiel mit Turm und ungleichen Läufern ein Mattbild aufs Brett - 3:3. Kurze Zeit später gelang es mir, mein Damenendspiel mit Mehrfigur nach Hause zu bringen - 4:3. Und schließlich hielt Marc dem gegnerischen Druck stand und rettete das zum Mannschaftssieg ausreichende Remis.
Mit nunmehr 7-3 Punkten haben wir uns in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Nur die Brettpunkte sind noch im negativen Bereich.
(td)
:Die Schachfreunde von der Verberter SG traten in Bestbesetzung an. Sie wollten offensichtlich nach der ihrer Meinung nach unglücklichen Niederlage gegen unsere I. Mannschaft im letztem Jahr ein klares Zeichen setzen. Das ihnen dies so klar gelang hatten wir nicht erwartet.
Sebastian musste sich am Samstag kurzfristig krank melden. Dankenswerterweise sprang Holger ein, der es mit dem gegnerischen Topscorer zu tun bekam (bisher 4 aus 4) und dazu noch von einer seltsamen Variante mit h5,h4,h3 gegen das weiße Läuferfianchetto überrascht wurde. Er musste viel Zeit investieren, die ihm dann im Mittelspiel z.T. fehlte. Das Endspiel mit ungleichem Läufer und Minusbauern hielt er dann souverän Remis. Angesichts der Spielstärke des Gegners ein gutes Ergebnis. Philipp bekam es schon im zweitem Zug mit einem seltenem Gambit zu tun, das er sicherheitshalber ablehnte. Die Eröffnung verlief relativ zufriedenstellend für ihn, wenn man betrachtet, dass der Gegner auf vertrautem Terrain unterwegs war. Beim Figuren lavrieren im Mittelspiel unterliefen ihm kleinere Ungenauigkeiten, die schließlich in einem nicht aufzuhaltenden Angriff mündeten.
Eda erarbeitete sich wie fast immer mit Weiß trotz passiver Eröffnung gute Stellungen, es gelang ihr aber nicht den entscheidenden Königsangriff aufzuziehen. Nach einigen ungenauen Zügen war ihre Initiative weg und der Gegner setzte sich durch. Berthold sorgte für den Ehrenpunkt. Er setzte sich in einer seiner Lieblingsvarianten mit den schwarzen Steinen von der anderen Brettseite durch. Bei Volker schwankte die Bewertung der Kiebitze mehrmals hin und her. Vor meiner Zeitnotphase hatte ich nach einem kurzen Blick auf sein Brett das Gefühl, das das Endspiel leicht besser war für Volker. Nach seiner Partie fragte ich ihn, was danach passiert sei. Er antwortete sinngemäß, dass er versuchte Mattdrohungen zu schaffen und dabei selbst mattgesetzt wurde.
Thomas eröffnete interessant und erhält immer Stellungstypen, die mir nicht liegen und in denen ich mich nur schlecht zurechtfinde. Nach überstandener Zeitnotphase dachte ich, dass er noch minimale Remischancen hat. Kurz danach gab er auf. Uli hielt lange dagegen, stand meist gleich bis etwas schlechter. Irgendwie hatte er dann eine Qualle weniger ohne wirkliche Kompensation. sein Gegner spielte das souverän runter. In meiner Partie machte ich mir das Leben selbst schwer. Im sechsten Zug zog ich statt mit dem Damenspringer mit dem Königsspringer, so dass ich genauso wie mein Gegner "out of book" war. Es entwickelte sich ein interessantes Mittelspiel, in dem besonders das Berechnen des bei mir drohenden Qualitätsopfer auf f6 mir viel Zeit kostete. Ich willigte dann mit deutlich schlechterer Zeit und der Aussicht, ein laut Fritz ausgeglichenes, am Brett subjektiv wahrgenommen leicht schlechteres Turmendspiel, kneten zu müssen, ins Remis ein.
Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert. Trotz 5 Niederlagen und der roten Laterne bleibt alles beim Alten. Es müssen drei Siege her.
:Die Moerser gingen mit ihren besseren DWZ-Zahlen als Favorit in das Rennen. Berichten kann ich leider nicht viel, da ich wieder mal der Letzte war und in beide Zeitnotphasen gekommen bin. K. Sczcepanski überspielte seinen Gegner und nahm ihm einen Bauern nach dem anderen weg. 1:0 für uns. Dann folgten die Remisen von S. Christen, A. Algermißen und N. Hickl, die alle niemals in Gefahr waren zu verlieren. Durch M. Grafs und K. Truesons Niederlagen gingen nun die Moerser in Führung. Avdi hatte eine Qualle mehr im Endspiel und ich musste ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit 2 Bauern weniger spielen. Allerdings waren die Bauern alle auf einer Seite. Avdi vergeigte leider sein Spiel und ich konnte wenigstens die Stellung remis halten. 5:3 für Moers. (hm).
(hm)
Klare Pleite für eine unvollständige nur zu sechst angetretene Mannschaft. Michael Schleich gelang der einzige Sieg.
(td)Die Fünfte verpasste die Chance, sich von der Abstiegszone ein wenig abzusetzen. Ivan Brajkovic und Emil Wesser erleben gerade ihren zweiten Frühling. Beide haben jetzt 3,5 Punkte aus 4 Partien. Die anderen können da leider nicht ganz mithalten.
(td)
Erster Saisonsieg!

Mit 6 Leuten ist der Punktgewinn ein Erfolg.
(td)
:SV Wesel I - Turm Rheinberg 2,5:1,5 [Einzelergebnisse]
Starke Leistung! DWZ-mäßig waren wir gegen die in Bestbesetzung angetretenen Gäste an allen Brettern schwächer.
SCFB Hünxe - SV Wesel II 1:3 [Einzelergebnisse]
Beim Viererpokal heute gegen Dinslaken wurde wirklich sehr gutes Schach gespielt, was sich in den Ergebnissen kaum widerspiegelt.
Hier die Ergebnisse:
Und hier noch ein kleiner Bericht:
Stark ersatzgeschwächt ging es im Viererpokal gegen Dinslaken 1 und wie erwartet verloren wir deutlich, aber entgegen den Erwartungen konnten wir gut mithalten und bereiteten unseren Gegnern einige Schwierigkeiten. Im Schnitt hatten wir pro Brett über 600 DWZ-Punkte weniger, doch wir wussten: Wertungszahlen alleine gewinnen noch keine Spiele.
Die erste Entscheidung fiel an Brett 2: Matthias konnte dieses Mal nicht von seinen großen Eröffnungskenntnissen profitieren und wurde in einem Winawer-Franzosen schnell von Christof Sielecki überspielt. Sein Sohn Lukas machte es im Sizilianer besser, spielte solide und gut, bereitete Frank Hamann einige Schwierigkeiten und wurde erst im Endspiel auskombiniert. Ich kam gegen Thomas Trella gut aus der Eröffnung raus und in ein furchtbar kompliziertes Mittelspiel hinein, in dem ich mit dem Damentausch eine positionelle Fehlentscheidung traf und nun in die Verteidigung gedrängt wurde. Im Folgenden wurde mit den Figuren viel herumlaviert, ich hielt meine Stellung zusammen und beging erst in Zeitnot im 39. Zug den spielentscheidenden Fehler, der mir ein verlorenes Endspiel bescherte. Die Stellung, die Moritz gegenThomas Neuer nach der Eröffnung auf dem Brett hatte, kam mir unschön vor: Er hatte zwar das Läuferpaar, musste aber dauernd einen schwachen Isolani verteidigen. Spätestens als er das Läuferpaar abgeben musste, hatte ich seine Partie schon abgeschrieben. Doch Moritz zeigte gute Endspielfähigkeiten, verteidigte zäh zunächst ein Turm- und später ein entstehendes Damenendspiel und nach fast 6 Stunden musste sein Gegner einsehen, dass er auch mit seiner klaren DWZ-Hoheit keinen Sieg erzwingen kann und es gab das Ehrenremis für uns.
Eine starke Mannschaftsleistung!
(Oskar Braun)Wesel I fuhr nach Absagenflut und offensichtlichen Desinteresse in der Besetzung Oskar, Matthias, Moritz und Lukas zum haushohen Favoriten Dinslaken I. Der DWZ-Unterschied war folgendermaßen Brett 1 -668 Brett 2 -637 Brett 3 nur -511 und Brett 4 -768. Ich bekam es mit FM Christof Sielecki, der demnächst den IM Titel bekommt, zu tun. Leider erwischte er mich in der Eröffnung auf dem falschen Fuß und ich stand nach der Schwächung meines Königsflügels mit 9.... h6 früh mit dem Rücken zur Wand. Durch ständige taktische Drohungen machte er mich mürbe, so dass ich mit einem Bauern weniger in verlorener Stellung nach zwei Stunden und 19 Zügen aufgab. Ich hatte zwar keinen Sieg erwartet, aber dass ich wenigstens bis zum 30. Zug dagegenhalte.
Lukas spielte gegen Hamann. Um 13.00 Uhr stand er noch ausgeglichen. Dann machte er zwei ungenaue Züge, mit denen er zwar einen Bauern gewann, aber das schlechtere Endspiel bekam, so dass er einige Züge später aufgeben musste. Er hat trotz der Niederlag wirklich gut gespielt, keine Figuren oder Bauern verloren, Pläne entwickelt, den Gegner unter Druck gesetzt und sich Zeit genommen.
Oskar spielte gegen FM Trella eine hervorragende Partie. Er setzte seinen bärenstarken Gegner so unter Druck, dass er alle Mühe hatte die Stellung zusammenzuhalten. In der nachfolgenden Analyse stellte sich heraus, dass erst der von Oskar angebotene Damentausch seine Königswanderung nach d6 erlaubte, der die Verteidigung erleichterte. In einer langen Phase des Lavierens gelang es Oskars Gegner langsam etwas Initiative zu bekommen. Nach der Zeitkontrolle kippte die Partie dann zu Gunsten des FM. Starke Leistung von Oskar.
Moritz bekam als Kompensation für seinen Isolani das Läuferpaar. Die Stellung war sehr ausgeglichen. Dann patzte er einen Bauern ein, den sein Gegner netterweise einige Züge später wieder zurückgab. Nach der Zeitkontrolle stand ein sehr remisträchtiges Turmendspiel auf dem Brett, aber sein Gegner wollte unbedingt gewinnen. Was danach folgte machte unserem Endspielpapst Karl Trueson alle Ehre. Moritz ließ sich weder im Turmendspiel, noch im späteren Damenendspiel aufs Glatteis führen und erkämpfte ein sensationelles Remis, das ihm mindestens 20 DWZ-Punkte bringt.
Hervorzuheben ist die freundliche Athmosphäre, die durch die nette Art des gegnerischen Mannschaftsführers Hamann und durch die Bereitschaft der Titelträger (Sielecki und Trella) zur Analyse, was nach Partien gegen solche Amateure wie uns selten ist, entstand.
(Matthias Trost)Bei uns wars nicht so heroisch, Stefan und ich standen relativ früh schlecht, nur Karl hatte sehr gute Gewinnchanchen, wickelte aber dann in 1 Remisendspiel ab.

