
Martin Valkyser - Berthold Plischke

Dieter Bohnes

Manuel Heirich ist neuer Vereinsmeister. In beiden Finalpartien hatte er kritische Situationen zu überstehen, behielt jedoch die Nerven und verteidigte sich ausgezeichnet. Als es darauf ankam, nutzte er die sich ihm bietenden Chancen eiskalt aus.
Ich spielte zwar interessantes Schach, war aber in den Schlüsselszenen unentschlossen und unkonzentriert.
Die erste Finalpartie endete nach turbulentem Verlauf ohne Sieger. 25 Züge gutes Schach in einem gar nicht langweiligen Dameninder, dann wurde die Stellung zu schwierig für beide. Der erste klare Fehler unterlief Manuel und ich gewann vor der Zeitkontrolle zwei Bauern. Nach überstandener Zeitkontrolle versiebte ich ein klar gewonnenes Dame+Turm-Endspiel unkonzentriert binnen zwei Zügen zum Remis.
In der zweiten Finalepartie brachte ich im 15. Zug ein zweischneidiges Läuferopfer, dessen Korrektheit auch in der nachpartielichen Analyse nicht zu klären war. Nach einer computergestützten Heimanalyse denke ich inzwischen, dass das Opfer korrekt war, bin aber immer noch nicht ganz sicher. Es war jedenfalls eine tolle Partie, in der Manuel mehrfach den besten Verteidigungszug fand, während ich mindestens zweimal daneben griff. Am Ende also ein verdienter Erfolg für den Außenseiter, der einfach mehr Energie hatte und besser rechnete als ich.
Manuel hat sich seinen Platz in der Hall of Fame redlich verdient!
PS: Holger May hat ein Loch in meiner Analyse entdeckt. Bei korrektem Spiel endet die Partie nach dem Läuferopfer remis. (Thomas Dickmann, 24.08.2010)Manuel Heirich setzte sich in der zweiten Halbfinalepartie gegen Berthold Plischke durch. Er kam mit den schwarzen Steinen gut aus der Eröffnung, geriet danach jedoch immer mehr unter Druck. Bert unterliefen in einem komplizierten Turm/Springer-Endspiel (oder war es eher noch ein Mittelspiel?) einige kleinere Ungenauigkeiten, nach denen sich zuerst sein Vorteil verflüchtigte und schließlich Manuel einen Bauern erobern konnte. Dieser Vorteil erwies sich als entscheidend.
Thomas Dickmann steht als erster Finalist fest. Halbfinalegegner Ulrich Dimmek ließ seinen Königsflügel für einen Moment unbewacht und wurde auskombiniert.
Die zweite Halbfinalepartie zwischen Bert Plischke und Manuel Heirich musste wegen einer Erkrankung von Bert vertagt werden.
Die Halbinalepaarungen stehen fest. Die beiden noch ausstehenden Partien in Gruppe A rot werden daran nichts mehr ändern.
Thomas Dickmann gewinnt dir Gruppe A rot vor Manuel Heirich, Bert Plischke schlägt Holger May und rückt vom 3. auf den ersten Platz der Gruppe A schwarz vor.
Im Halbfinale spielen damit
Die Partie Dickmann - Dimmek kann urlaubsbedingt frühestens am 28.5. stattfinden. Eine Verschiebung der Finaletermine ist unausweichlich.
In Gruppe B stand Rolf Fricke schon als Sieger fest. Den zweiten Platz gewann Lothar Lensing nach Wertung vor dem punktgleichen Emil Wesser.
Immerhin 5 Partien fanden an diesem eigentlich spielfreien Tag statt. Die Rahmenbedingungen waren wegen einer lautstarken Veranstaltung in der Nachbarschaft ausgesprochen schlecht.
Jürgen Weischenberg erkämpfte sich ein verdientes Remis gegen Thomas Dickmann, Bert Plischke gewann gegen Mickey Lucaßen und steht mit einem Bein im Halbfinale und Volker Hemme-Unger besiegte den etwas übernächtigten Matthias Trost.
In der B-Gruppe gewann der bereits als Sieger feststehende Rolf Fricke auch seine letzte Partie gegen Werner Putzmann. Nachwuchstalent Erwin Rudi bewies großen Kampfgeist und setzte sich nach 5 Stunden Spielzeit gegen Routinier Heinz Haarmann durch.
Manuel Heirich gewann das Schlüsselspiel gegen Matthias Trost und steht mit einem Bein im Halbfinale. Bereits qualifiziert ist Uli Dimmek, der sich nach 58 Zügen von Holger May remis trennte.
Im entscheidenden Spiel der Gruppe B sicherte sich Rolf Fricke mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Emil Wesser den Gruppensieg. Heinz Haarmann holte gegen Lothar Lensing seinen ersten halben Punkt.
(td, 17.04.2010)Langsam kristallieren sich die Halbfinalekandidaten heraus.
Wahrscheinlich Dickmann vor Heirich oder Trost.
In zwei vorösterlichen Zeitnotkrimis setzte ich mich knapp gegen Manuel Heirich und Christian Schumann durch und übernahm die Führung. In beiden Partien standen zunächst völlig ausgeglichene Endspiele auf dem Brett. Ich würde gerne von guter Technik sprechen, aber nach der Computeranalyse ist Bescheidenheit angebracht.. Wenigstens der Kampfgeist stimmte.
Uli Dimmek steht nach seinem Sieg gegen Moritz Adler mit einem Bein im Halbfinale. Der Kampf um den zweiten Halbfinaleplatz ist noch offen.
Rolf Fricke und Emil Wesser haben sich etwas vom Feld abgesetzt. Die Entscheidung fällt voraussichtlich im direkten Duell zwischen diesen beiden.
(td, 10.04.2010)In einer undurchsichtigen Stellung dringt der weiße Springer in die schwarze Stellung ein. Schwarz ergibt sich, ohne direkt einen Materialnachteil zu haben, der aber vermutlich in absehbarer Zeit gekommen wäre.
Weiss versucht, durch einen massiven Angriff im Zentrum und die Opferung zweier Bauern die schwarze Verteidigung zu knacken, was nicht gelingt. Schwarz kann im Gegenzug sogar matt setzen.
Schwarz hat im reinen Bauernendspiel einen Bauern mehr und kann Weiss eigentlich locker austempieren. Nachdem drei Tempi sinnlos verschenkt wurden, ist es eigentlich immer noch klar gewonnen, aber ich habe das Ende leider nicht mehr mitbekommen. Schwarz sollte dennoch eigentlich gewonnen haben.
Die Partie hat nicht stattgefunden. Berthold war zwar da und Mickey nicht und die Uhr lief auch schon, aber ich weiß nicht, ob Berthold jetzt einfach kampflos gewonnen hat, oder ob die beiden einen Alternativtermin gefunden haben.
Die weiße Dame verfranst sich beim Königsangriff und hat plötzlich keine Felder mehr. Weiss versucht noch zu retten, was zu retten ist, aber mit Dame für Turm läßt sich Schwarz den Vorteil nicht mehr nehmen. Die Überraschung des Abends!
Schwarz hat im Endspiel einen Springer, der sich gegen zwei verbundene Freibauern behaupten muss. Der schwarze König kann den weissen aussperren und die Partie endet remis.
Mit einer schönen Kombination kann sich Schwarz entscheidenden Materialvorteil verschaffen.
In einer relativ ausgeglichenen Partie sieht sich Weiss plötzlich einem scheinbar nicht zu verteidigenden Angriff gegenüber und gibt auf.
In der längsten Partie des Abends konnte sich Schwarz letztendlich gegen die starke weisse Verteidigung durchsetzen. Spannend wurde es kurz vor der Zeitkontrolle, wo Schwarz für etwa zehn Züge nur noch etwa zwei Minuten hatte. Als diese Zeitnotphase überstanden war, ohne die Stellung bis dahin wesentlich zu verschlechtern, konnte Schwarz den Stellungsvorteil in Ruhe in einen Gewinn ummünzen.
(Manuel Heirich, 03.03.2010)Erste entschiedene Partien in der A-Gruppe. Trend: Erfahrung gewinnt gegen Jugend. Ausnahme: Bei Hemme-Unger gegen Dickmann gewinnt der Jüngere.

Die Vereinsmeisterschaft 2010 begann am 29. Januar mit 22 Teilnehmern.
Nach einer Nachmeldung sind es dann sogar noch 23 Teilnehmer geworden.
Das Turnier wird wie gewohnt mit zwei A- und einer B-Gruppe ausgetragen.
Die beiden Erstplatzierten der A-Gruppen bestreiten die Halbfinales, die Sieger ermitteln in zwei Finale-Partien den neuen Vereinsmeister.
Der Sieger der B-Gruppe steigt in die A-Gruppe auf.

Die diesjährige Vereinsblitzmeiserschaft war zahlenmäßig recht schwach besetzt mit nur 6 Spielern, so dass doppelrundig gespielt wurde. Der jährlich feststehende Termin hatte wegen des Samstags und des parallel verlaufenden Goch Open nicht so viele Spieler angelockt.
Bei mir lief es nicht so gut, da ich nach Siegen gegen Mirko und Mickey gegen Michael und Karl Niederlagen hinnehmen musste. Mit 3 Punkten landete ich in der Hinrunde hinter dem stark auftrumpfende Karl, (4,5 aus 5, remis nur gegen Michael!) auf dem 2. Platz. Überraschend lagen unsere Jugendlichen Mirko und Mickey nur auf dem 4. Platz hinter Michael.
Die Rückrunde lief dann etwas anders. Karl gab in den ersten beiden Runden 2 remis ab (erneut gegen Michael. Ich konnte das aber wegen einer Niederlage gegen Mickey trotz Sieg gegen Mirko nicht nutzen. Gegen Karl musste ich also alles versuchen, verlor aber erneut, so dass eine Runde vor Ende Karl bereits als Sieger feststand. Die letzte Runde bescherte ihm noch ein drittes Remis gegen Mickey. Der Endstand sah Karl ungeschlagen mit 8/10 als ersten, mich als zweiten mit 6/10. Mickey spielte - nicht nur wegen seines schön herausgespielten Sieges gegen mich (3 mal eine Springergabel - ekelhaft >:o ) - eine starke Rückrunde und konnte Michael noch vom dritten Platz verdrängen, nur 0,5 Punkte hinter mir. Mit jeweils 4/10 Punkten kamen Michael und Mirko auf den vierten Platz. einen schlechten Tag hatte Philipp erwischt, der mit 2,5/10 leider nur letzter wurde. Jugendvereinsmeister wurde Mirko Kupinski.
Nach der Preisverleihung wurde noch etwas Tandem gespielt und dann ging es nach Hause.
| Endstand Blitz-VM 2009 | ||
|---|---|---|
| 1. | Karl Trueson | 8 (10 Partien) |
| 2. | Ulrich Dimmek | 6 |
| 3. | Mickey Lucaßen | 5,5 |
| 4. | Michael Schleich | 4 |
| 5. | Mirko Kupinski | 4 |
| 6. | Philipp Neuhaus | 2,5 |

In der ersten Finalepartie nutzte Martin einige kleinere gegnerische Ungenauigkeiten geschickt aus, erspielte sich einen starken Freibauern in der d-Linie und setzte sich im Endspiel trotz ungleicher Läufer durch. Die zweite Partie war dann nur noch Formsache.
Martin kam sicher ins Finale. Er unterstrich seine Ausnahmestellung mit einem souveräner Gruppensieg und einer guten Halbfinalepartie, gab lediglich in der ersten Runde gegen Matthias Trost einen halben Zähler ab.
Thomas spielte nicht gut, machte aber die "Big-Points". Nach einer wackeligen Vorrunde hätte das Halbfinale eigentlich Endstation sein müssen. In einer sehr spannenden Partie verpasste Matthias den greifbar nahen Sieg. Das Remis durch Zugwiederholung war einzig einem Anfall von Schachblindheit in haarsträubender Zeitnot geschuldet.
Platz drei teilen sich Ulrich und Matthias. Uli ließ nach starkem Start in der entscheidenden Phase etwas nach, erfüllte aber voll und ganz die Erwartungen. Spieler des Turniers war Matthias. Keine einzige Niederlage, u.a. Remis gegen Valkyser und Dickmann, das war schon beeindruckend. Mit besserer Zeiteinteilung und etwas mehr "Killerinstinkt" wäre sogar noch mehr möglich gewesen.
Die starken Leistungen von Mickey Lucaßen und Philipp Neuhaus verdienen ebenfalls eine Erwähnung. Ihnen gehört die Zukunft.
Mickey Lucaßen griff gegen Karl Trueson bereits ausgangs der Eröffnung fehl und verlor chancenlos. Damit war der Weg frei für Matthias Trost, der mit einem sicheren Remis gegen Oskar Braun den zweiten Platz in der Gruppe verteidigte und neben Martin Valkyser ins Halbfinale einzog.
In einer wilden Partie verspielte Bert Plischke gegen Christian Schumann eine anfangs vermutlich vorteilhafte Stellung und verlor. Christian nützte der Sieg allerdings nichts mehr. Thomas Dickmann setzte sich in einer ruhigen Positionspartie mit den schwarzen Steinen gegen Ulrich Dimmek durch und fing ihn im Kampf um den Gruppensieg noch auf der Zielgeraden ab.
Nach einem Remis im Familienduell gegen Maria Logwinenko steht Waldemar Gräb als Sieger der B-Gruppe fest. Mit einem halben Punkt Rückstand folgen Emil Wesser und Maria Logwinenko auf den Plätzen zwei und drei.
Martin Valkyser sicherte sich gegen Oskar Braun mit dem 5. Sieg im 6. Spiel den Gruppensieg. Im Kampf um Platz 2 gelang Matthias Trost mit den schwarzen Steinen ein wichtiger Erfolg gegen Volker Hemme-Unger.
Karl Trueson und Mickey Lucaßen haben ebenfalls noch gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale.
Im Sonntagsspiel verpasste Matthias Trost mit einem Schwarzremis gegen Oliver Henrichs die Gelegenheit zur Vorentscheidung im Kampf um Platz 2.
Berthold Plischke und Thomas Dickmann verbesserten mit Siegen gegen Helmut Brehme bzw. Christian Schumann ihre Chancen auf das Halbfinale. Noch ist niemand durch, aber Tabellenführer Ulrich Dimmek hat zweifellos die besten Karten.
Martin Valkyser und Ulrich Dimmek stehen mit einem Bein im Halbfinale. Die übrigen Plätze sind noch heiß umkämpft.
Der Gruppensieg entscheidet sich im letzten Spiel zwischen Waldemar Gräb und Maria Logwinenko.
Schwarz kam besser aus der Eröffnung heraus, spielte dann aber 4 (!) schwache Züge direkt nacheinander. Uli sah den nun möglichen klaren Damengewinn, vertauschte aber die Züge, und das entstehende schwerblütige Endspiel mit D, 2T, 1L auf beiden Seiten war für ihn nur leicht besser (scharzer Isolani). Nach wenigen Zügen fiel Uli aber auf einen netten, aber eigentlich wirkungslosen Grundlinien-Bluff herein: Turmverlust für ihn und glücklicher Sieg für mich. (BP)
Weiterhin spielten Schütz - Hemme-Unger 0-1 und Henrichs - Valkyser 0-1.
Martin Valkyser wurde seiner Favoritenrolle gegen Volker Hemme-Unger gerecht. Ulrich Dimmek ist nach dem Sieg gegen Christian Schumann schon fast sicher im Halbfinale.
Favoritensiege gab es in Gruppe B.
In zwei vorgezogenen Partien der 5. Runde wurde strategisch anspruchsvolles Schach gespielt. Mickey Lucaßen und Karl Trueson gewannen gegen Oskar Braun bzw. Benedikt Schütz und verbesserten so ihre Ausgangssituation im Kampf um die Halbfinaleplätze.
Eine ganz große Überraschung gelang Youngster Philipp Neuhaus, der sich mit den schwarzen Steinen nicht unverdient gegen den an diesem Abend erschreckend schwachen Thomas Dickmann durchsetzte. Für Dickmann endete damit eine lange Serie von 41 ungeschlagenen Spielen (+29 =12) in den Räumlichkeiten der Zitadelle.
Turbulent ging es zwischen Holger May und Christian Schumann zu. Remis war ein gerechtes Ergebnis eines fröhlichen Gepatzes.
Emil Wesser brachte Tabellenführer Waldemar Gräb die erste Niederlage bei und machte den Kampf um den Gruppensieg damit spannend. Punktgleich auf Platz 1 liegt nun Maria Logwinenko, die sich gegen Jadran Merdzic durchsetzte.
Martin Valkyser übernimmt nach seinem Sieg gegen Karl Trueson die Führung. Oliver Henrichs holt seinen ersten Punkt. Das Rennen um den zweiten Halbfinaleplatz verspricht sehr spannend zu werden.
Holger Mays schwarze Serie hält an. Ulrich Dimmek, Thomas Dickmann und Christian Schumann haben sich vorne ein wenig vom Feld abgesetzt.
Heinz Haarmann gelingt ein unerwarteter Sieg gegen Rolf Fricke. Susanna Steinweg schlägt Werner Putzmann.
Es gab Spielausfälle in allen Gruppen. Die gespielten Partien verliefen im Wesentlichen erwartungsgemäß.
Nachholpartien
Keine besonderen Vorkomnisse. Martin Valkyser gewinnt sicher gegen Mickey Lucaßen, Volker Hemme-Unger besiegt Oliver Henrichs. Die beiden übrigen Partien enden remis.
Gruppe A schwarzGruseliger Start für den amtierenden Vereinsmeister: Thomas Dickmann stellt gegen Helmut Brehme bereits nach 5 Zügen eine Figur ein, wird daraufhin nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und rettet sich schließlich mit dem Glückstreffer des Tages in ein äußerst schmeichelhaftes Remis.
In der Diagrammstellung zog Schwarz arglos Dc4-c2 (mit der Idee La3! und auf bxa3 folgt Dc3#) und fiel wenige Sekunden später aus allen Wolken. Der Grund ist nicht schwer zu finden, wenn man weiß, dass es noch einen letzten Trick gibt...
Uli Dimmek übernimmt mit seinem zweiten Sieg die alleinige Führung. Philipp Neuhaus kontert den etwas zu optimistisch angreifenden Bert Plischke aus und sorgt für die zweite faustdicke Überraschung des Abends.
Waldemar Gräb gewinnt etwas glücklich gegen Jadran Merdzic, Maria Logwinenko schlägt Werner Putzmann und Susanna Steinweg vergibt nach starkem Spiel gegen Rolf Fricke eine Gewinnstellung noch zum Remis. Heinz Haarmann und Emil Wesser trennen sich friedlich.
Die VM 2009 verspricht sehr interessant zu werden. 24 Teilnehmer, darunter mit Martin Valkyser auch die Nr. 1 des Vereins, kämpfen in drei Gruppen um Ruhm und Ehre. Die Mischung aus erfahrenen Strategen und spielstarken Nachwuchstalenten garantiert für Spannung in allen Gruppen.
Gleich zum Auftakt gab es zwei dicke Überraschungen. Zuerst besiegte Mickey Lucaßen den deutlich stärker eingeschätzten Volker Hemme-Unger in einem energisch geführten Endspiel, dann errang Matthias Trost ein sensationelles Remis gegen Martin Valkyser. Lediglich Karl Truesons Sieg gegen Oliver Henrichs entsprach den Erwartungen.
Ulrich Dimmek und Christian Schumann starteten mit Siegen gegen Helmut Brehme bzw. Moritz Adler verheißungsvoll. Holger May hielt mit knapper Not ein Remis gegen Bert Plischke.
Vereinsneuling Jadran Merdzic startete mit einem Sieg in einer chaotischen Partie gegen Emil Wesser. Waldemar Gräb und Rolf Fricke gewannen überzeugend gegen Susanna Steinweg bzw. Maria Logwinenko.
Hier die Eckdaten:
Partieverlegungen sind bei Einverständnis des Gegners möglich, Nachholpartien müssen jedoch vor der letzten Runde gespielt sein. Partien der letzten Runde können nur vorverlegt werden.
Das klingeln eines Handys wird mit 10 Minuten Zeitabzug für dessen Besitzer bestraft.
Im Übrigen gelten die Regeln der BTO.

Bei der Blitzvereinsmeisterschaft setzte sich Dieter Bohnes überlegen durch. Er gewann in dem für Weseler Verhältnisse stark besetzten Turnier alle Partien und war kaum einmal in Verlustgefahr. Thomas Dickmann konnte noch am ehesten folgen und wurde schließlich einsamer Zweiter mit sowohl nach vorne als auch nach hinten 2,5 Punkten Abstand. Titelverteidiger Uli Dimmek erwischte keinen besonders guten Tag, konnte
sich
aber im Endspurt noch knapp an Christian Schumann vorbei auf den dritten Platz vorkämpfen.
Positiv überraschen konnte auch Kai Knipping, der erst durch einen Einbruch in den letzten 4 Runden einen möglichen dritten Platz verpasste, aber immerhin mit Ingo Schilberg einen ehemaligen Titelträger hinter sich lassen konnte. Im vorderen Mittelfeld ging es sehr ausgeglichen zu. Zwischen Platz 4 und 9 lag am Ende lediglich 1 Punkt Differenz.
Den Jugendtitel sicherte sich Philipp Neuhaus hauchdünn nach Stichkampf vor Mickey Lucaßen. Beide ließen im Verlauf des Turniers einige Punkte liegen und könnten bereits im nächsten Jahr Kandidaten für Spitzenplätze im Gesamtklassement sein. Überhaupt, der Nachwuchs rückte den etablierten Kräften gehörig auf den Pelz. Dies gilt auch für Jan Werk und Erwin Rudi, die spielerisch schon gut mithalten konnten.
| Endstand Blitz-VM 2008 | ||
|---|---|---|
| 1. | Dieter Bohnes | 14 (14 Partien) |
| 2. | Thomas Dickmann | 11,5 |
| 3. | Ulrich Dimmek | 9 |
| 4. | Christian Schumann | 8,5 |
| 5. | Kai Knipping | 8 |
| 6. | Ingo Schilberg | 8 |
| 7. | Philipp Neuhaus (J) | 7,5 |
| 8. | Mickey Lucaßen (J) | 7,5 |
| 9. | Krzysztof Szczepanski | 7,5 |
| 10. | Karl Trueson | 6 |
| 11. | Michael Schleich | 6 |
| 12. | Oskar Braun | 5,5 |
| 13. | Rolf Fricke | 3 |
| 14. | Jan Werk (J) | 2 |
| 15. | Erwin Rudi (J) | 1 |
Bei Punktgleichheit Reihenfolge nach Stichkämpfen.
(td, 03.10.2008)
Der alte Vereinsmeister ist auch der neue. In zwei dramatischen Finalepartien setzte sich der favorisierte Thomas Dickmann gegen Berthold Plischke durch. Platz drei ging an die beiden Halbfinalisten Volker Hemme-Unger und Holger May.
Die erste Partie endete nach einem offenen Schlagabtausch mit einem Sieg des Titelverteidigers. Der mit den schwarzen Steinen spielende Herausforderer Berthold Plischke opferte bereits in der Eröffnung einen Bauern für Angriffschancen am Königsflügel, doch im 13. Zug unterlief ihm eine Ungenauigkeit, nach der Weiß das bessere Spiel erhielt. In weiterhin sehr komplizierter Stellung konnte Thomas Dickmann seinen Mehrbauern behaupten und gleichzeitig selbst positionellen Druck aufbauen. Mit nur noch wenig wenig Zeit auf der Uhr versuchte Plischke schließlich unter Missachtung der gegnerischen Drohungen seine Figurenstellung zu verbessern und wurde ausgekontert.
Die zweite Finalepartie hatte es in sich. Ausgelassene Gewinnchancen auf beiden Seiten, zwei hektische Zeitnotphasen und nach 6 Stunden Spielzeit schließlich ein glücklicher Sieg für Thomas Dickmann.
Nach einigen Umwegen ergab sich aus der Eröffnung eine scharfe, dem sizilianischen Drachen ähnliche Struktur. Plischke rochierte lang, Dickmann ließ seinen König lange in der Mitte stehen und rochierte erst sehr spät kurz. Beide spielten auf Matt. Nach 19 Zügen hätte die Partie eigentlich zu Ende sein können. Schwarz brachte ein Turmopfer auf c3, dessen Annahme ein Dauerschach ergeben hätte. Plischke, der unbedingt einen Sieg brauchte, spielte lieber mit einem Minusbauern und schlechter Königsstellung weiter. Dieser Mut wäre fast belohnt worden.
Dickmann agierte in der Folge zu passiv, ließ mehrere Gewinnchancen aus und Plischke verstärkte derweil konsequent seine Stellung. Das Spiel kippte in der ersten Zeitnotphase, als der weiße Angriff auf einmal nur per Qualitätsopfer aufgehalten werden konnte. Nach der Zeitkontrolle stand Plischke in einem Damenendspiel mit Mehrqualität auf Gewinn, hatte aber wegen ständig drohender Dauerschachs noch technische Probleme zu bewältigen.
Dickmann wehrte sich nach besten Kräften gegen die drohende Niederlage, hatte aber auch viel Glück, dass Plischke zwischenzeitlich ein forciertes Matt übersah. Zum Schluss war dann wieder heftige Zeitnot angesagt, in der Plischke die Partie zuerst zum Remis verdarb und schließlich durch Überschreiten der Bedenkzeit gar noch verlor.
Philipp Neuhaus stand nach einem Remis gegen Maria Logwinenko bereits eine Runde vor Schluss als Sieger der B-Gruppe fest. Mickey Lucaßen entschied den Kampf um Platz 2 durch einen knappen und etwas glücklichen Sieg gegen Florian Ebbers für sich. Emil Wesser sicherte sich den dritten Platz, während Maria Logwinenko in der letzten Runde gegen einen an diesem Tag groß aufspielenden Andrej Rataj ihre einzige Niederlage hinnehmen musste und auf Platz 4 zurückfiel.
(td, 22.06.2008)
